Tote in Schacht entsorgt

22. Dezember 2011 05:34; Akt: 22.12.2011 08:54 Print

Hat der Banker seine Frau getötet?

Im sankt-gallischen 1000-Seelen-Dorf Untereggen stossen Ermittler der Kantonspolizei in einem Schacht auf die Leiche einer vermissten Frau. Ihr Mann wurde unter dringendem Tatverdacht verhaftet.

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Seit dem 13. Dezember gilt Andrea A. offiziell als vermisst. Letztmals gesehen wurde die 43-Jährige aus Untereggen SG am Abend des 2. Dezember. Umfangreiche Suchaktionen hätten zu keinen Ergebnissen geführt. Noch am Montag habe die Polizei in einem Weiher nach der Frau gesucht, schreibt der «Blick» in seiner Ausgabe vom Donnerstag - erfolglos. Doch nun dürfte ihr Tod traurige Gewissheit sein. Am Mittwochnachmittag entdeckten Beamte der St. Galler Kantonspolizei in einem Schacht hinter dem Einfamilienhaus in Untereggen eine Leiche.

Die Polizei hat den 49-jährigen Ehemann der Frau festgenommen. Dabei handle es sich um einen Bankangestellten des Raiffeisen-Hauptsitzes, wie der «Blick» schreibt. Laut einer Mitteilung deutet die Fundsituation auf ein Gewaltverbrechen hin. Hat der Mann seine Frau getötet und sie im Schacht hinter dem Haus zu entsorgen versucht?

Noch steht die Identität der Leiche offiziell nicht fest. Doch es läuft alles darauf hinaus, dass es sich um die 43-jährige Mutter von drei Kindern handelt. So schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung auch, dass sie sich aus der laufenden umfangreichen Spurensicherung «Rückschlüsse auf den Vermisstenfall Andrea A.» erhoffe. Die Bergung der Toten sei äusserst aufwändig, liess die Polizei am Mittwochabend verlauten. Sobald die Leiche weiter identifiziert ist, will die Polizei weiter informieren.

Mann wohnte trotz Trennung weiter im Haus

Ausserdem weiss die Zeitung, dass das Paar, welches seit März 2009 zusammen mit den drei Kindern in dem selbstgebauten Haus im 1000-Seelen-Dorf Untereggen wohnt, seit einiger Zeit getrennt war. Eine Nachbarin will aber gewusst haben, dass der Mann «zum Wohl der Kinder» weiter in dem gemeinsamen Haus gelebt habe.

Die Kinder des verhafteten Hausbesitzers, zwei Mädchen (12 und 7) und ein Junge (10) sowie weitere Familienangehörige werden psychologisch betreut. Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat ein Strafverfahren eröffnet.

(jam/rme)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Brunner am 22.12.2011 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid den Kindern

    Die armen Kinder, so etwas erleben zu müssen und dann auch noch so direkt vor Weihnachten. Dies wird wohl das ganze Leben lang kein "frohes Fest" mehr werden. Bitte keine Vorverurteilungen ohne mehr Fakten, aber wenn es tatsächlich der Vater war, dann hilft wohl nicht mal mehr eine lebenslange psychologische Betreuung. Ich bin im Nachbardorf aufgewachsen und bin völlig fassungslos...

  • Heinz Stettler am 22.12.2011 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm !

    Schlimm,wollen wir nicht erst mal die kriminaltechnischen Untersuchungen abwarten ? Wenn es sich dann herausstellen sollte,dass der Ehemann auch der Täter ist,kann man noch früh genug eine gerechte Strafe fordern.

  • Adrian Spörri am 22.12.2011 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Kinder müssen es ausbaden

    Und die leidtragenden bei solche einem Beziehungsdrama sind immer die Kinder... später werden sie vielleicht Randalierer, Sprayer, Raser und sonst was, was gerade negativ in Mode ist... und es ist dann in aller Munde die heutige Jugend! Ich meine die Frau merkt ja nichts mehr, die Kinder aber haben alles verloren, Mami und Papi...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Severin am 22.12.2011 12:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Polizei

    Wo hat den die Polizei 20 Tage gesucht?

    • Tinu am 24.12.2011 21:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Severin

      Hat wahrscheinlich dem Mann geglaubt und ist der falschen Färthe nachgegangen. Die glaubten halt, sie sei wirklich abgehauen.

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  • Nuri Shahini am 22.12.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrenmord?!

    Liebe 20min-Redaktion! Ist das nicht evtl. auch ein Ehrenmord?! Es deutet einiges in dieser Richtung. Traurige Wirklichkeit! Mein Beileid der Hinterbliebenen Familie.

    • Muhkuh am 22.12.2011 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ehrenmord = Familiendrama

      Das wort Ehrenmord wird bloss bei muslimischen tätern verwendet, allerdings scheinen die meisten nicht zu raffen, dass es sich dabei um dasselbe handelt, wie bei einem familiendrama.

    • Tinu am 24.12.2011 21:49 Report Diesen Beitrag melden

      @Muhkuh

      Ehrenmord ungleich Familiendrama! Ein Ehrenmord, da geht es bloss um die Ehre, bsp. die Jungfräulichkeit der Tochter, Fremdgehen der Frau, Scheidung, Abkehrung von der Religion oder so was. Ein Familiendrama kann ganz andere Ursachen haben. Eifersucht, finanzielle Belangen, Streit. Das hat nichts mit Ehre zu tun. Dein Kommentar ist falsch.

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  • Heinz Stettler am 22.12.2011 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm !

    Schlimm,wollen wir nicht erst mal die kriminaltechnischen Untersuchungen abwarten ? Wenn es sich dann herausstellen sollte,dass der Ehemann auch der Täter ist,kann man noch früh genug eine gerechte Strafe fordern.

  • Stefan und Bettina am 22.12.2011 08:30 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Sache vor Weihnachten

    Tragisch das sowas passieren muss! Wir wünschen den drei Kindern alles alles Gute! Ich glaube mehr gibt es da nicht zu sagen! Alles Liebe von einem Unteregger!

    • Jess P. am 22.12.2011 17:54 Report Diesen Beitrag melden

      egal die Zeit!

      Ob vor oder nach Weihnachten - traurig ist es eh!

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  • Hans Brunner am 22.12.2011 07:40 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Beileid den Kindern

    Die armen Kinder, so etwas erleben zu müssen und dann auch noch so direkt vor Weihnachten. Dies wird wohl das ganze Leben lang kein "frohes Fest" mehr werden. Bitte keine Vorverurteilungen ohne mehr Fakten, aber wenn es tatsächlich der Vater war, dann hilft wohl nicht mal mehr eine lebenslange psychologische Betreuung. Ich bin im Nachbardorf aufgewachsen und bin völlig fassungslos...