Parkplatz-Mangel

18. Juli 2019 17:45; Akt: 18.07.2019 17:51 Print

Hier stehen regelmässig 300 Autos im Parkverbot

Fast 300 Autos parken an heissen Tagen beim Flussbad Grynau in Uznach SG. Sie stehen trotz Verbot auf Pachtland der Bauern. Gemeinde und Polizei unternehmen nichts.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die wilde Parkiererei ist eine «absolute Frechheit», sagt Bianca Meier, Mitinhaberin des Restaurants Grynau, gegenüber der «Linth-Zeitung». Beim Flussbad Grynau in Uznach SG gibt es 75 offizielle Gebührenparkplätze. Diese sind an heissen Tagen allerdings schnell belegt. Für die restlichen Besucher wären rund 120 Parkplätze beim Bahnübergang Uznach vorgesehen. Um von da zum Flussbad zu gelangen, müsste man allerdings 900 Meter zu Fuss gehen – für viele Badegäste offensichtlich zu weit.

Fast 300 Lenker parkieren ihre Autos deshalb regelmässig beidseitig der Linth auf dem Pachtland der Bauern. Dies, obwohl die Strassen auf Uznacher Seite dort mit Fahr- und Parkverboten belegt sind und sie so eine Busse von 100 Franken riskieren.

Gemeinde appelliert an Vernunft

Der Gemeinde Uznach ist das Problem bewusst. Es sollten ursprünglich Treffen mit den Landeigentümern der Problemzonen und der Linthebene-Melioration (LM) stattfinden. Die LM besitzt ein Grossteil der betroffenen Strassen und unterhält das Gebiet. Abgesehen von einem kurzen Telefonat ist es laut Stephan Hauser, technisch-administrativer Leiter der LM, bislang aber noch zu keinem Gespräch gekommen. In seinen Augen wäre es Aufgabe des Gemeinderates Uznach für einen geregelten Parkplatz-Betrieb zu sorgen.

Gemeindepräsident Diego Forrer meint gegenüber der «Linth-Zeitung», dass bislang noch keine Beschwerden bei der Gemeinde eingegangen seien. Er möchte deshalb erst einmal abwarten: «Wir erachten es als sinnvoll, wenn wir mit der LM und der Kantonspolizei zusammensitzen und weitere Massnahmen diskutieren.» Solange appelliert er an die Vernunft der Badegäste: Er verstehe nicht, wieso es nicht zumutbar sein solle, vom Bahnhof Uznach den Bus zur Grynau zu nehmen.

Für 300 Bussen am Tag zu wenig Personal

Auch die Kantonspolizei St. Gallen weiss vom Parkplatzproblem. Es sei aber aus personellen Gründen nicht möglich, an einem Tag 300 Bussen auszustellen, so Sprecher Hanspeter Krüsi. Es würden aber bauliche Massnahmen geprüft werden, durch die das befahren der momentan vollgeparkten Strassen, verhindert werden würde. Auch er verweist auf die Parkplätze beim Bahnhof.

(mwa)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Einkommen am 18.07.2019 18:05 Report Diesen Beitrag melden

    Einfache Lösung

    Als Bauer würde ich das Feld als Parkplatz vermieten. Pro Auto 10 Franken! Das wäre ein super nebenverdienst im Sommer.

    einklappen einklappen
  • Anto' am 18.07.2019 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    versteh ich nicht..

    bei 300!!!! Bussen am Tag, sollte doch eine Zusätzliche Person finanzierbar sein??

    einklappen einklappen
  • xy am 18.07.2019 17:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Personalmangel?

    100 Franken Busse je Auto ... da wäre doch der Lohn von jemandem schnell wieder drin.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Streichler am 19.07.2019 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und es ist ein Bedürfnis da

    Wenn die Leute parkplätze wollen, dann gebt den Leuten ganz einfach Parkplätze! Solch eine Diskusion mit Abwarten und Bussen etc. bringt niemandem was! Der Gemeinderat soll die Bauern auffordern dort Parkplätze zu stellen, ein 1000.- an Securitas pro Tag für das Einkassieren der Parkgebühr und dem Bauern bleiben bei 5.- Gebühr immernoch 500.- pro Tag fürs Nichtstun (Gut, Rasenmähen) übrig! 900 Meter zu laufen ist viel zu weit, für wenn man sich entspannengehen will! Und dann noch mit Kinderwagen über eine Schotterpiste 900 Meter das braucht niemand!

    • Maler50 am 19.07.2019 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Streichler

      Meine Güte,die 900 Meter sind nun wirklich für fast alle zumutbar.Der Mensch ist für das Laufen bestens von der Natur geeignet.

    einklappen einklappen
  • humpty am 19.07.2019 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach

    der bauer müsste ein gesuch stellen für ein richterliches verbot. wenn dies gutgeheißen wird, wird es ausgeschildert und darauf hingewiesen dass bei zuwiderhandlung eine saftige busse von 1000 stutz droht... das schreckt dann viele ab...sollte dies nicht der fall sein kann der bauer dann die fehlbaren anzeigen oder aber selber geringere bussen verteilen (100 als aufwandsentschädigung) und im gegenzug auf eine anzeige verzichten..

  • Medi am 19.07.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Poller hinstellen und Busse

    Warum nicht mit dem Velo oder Töff in die Badi. Aber die Familien mit Kindern im Familiencontainer nehmen ja den ganzen Haushalt inkl. Windel welche sie liegenlassen mit. Abschleppen oder Busse verteilen. Oder einfach Betonpoller hinstellen.

  • Top Verdienst am 19.07.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Anderer Ansatz

    Schon vor 40 Jahren wollte ich mein Studium so finanzieren. Parkbussen verteilen und davon 50 % in meinen Sack. Leider wurde das abgelehnt. Schade. Dabei wäre es für überall DIE Lösung um Parkordnungsverweigerer zu bestrafen. Grundsätzlich darf nur auf markierten Parkfelder parkiert werden. Sobald einer falsch oder zu lange parkiert gibt es eine Busse. 200.-- Standard. Jetzt als Rentner würde ich gerne wieder losziehen und ein gutes Taschengeld verdienen.

  • Heinz Mercedes am 19.07.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ja zu Parkplatz

    Der Bauer soll eine Pauschale von CHF 5.00 einkassieren. Da sieht der Staat wiedernciht, welche Nachfrage da ist. Der Staat wird dem Bauer dies wahrscheinlich explizit verbieten!!!! Gretchen Thunfisch könnte noch die Autos für CHF 2.-- waschen und pollieren ;-)

    • Streichler am 19.07.2019 14:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz Mercedes

      Genau, sie könne den Feinstaub von den Autos abwaschen und sich dabei den Lebensunterhalt, ihre Ausbildung blieb ja das letzte Jahr, sagen wir mal auf der Strecke.

    einklappen einklappen