Lago di Poschiavo

02. Dezember 2019 18:42; Akt: 02.12.2019 21:10 Print

Hier wird das Sperma aus dem Fisch gedrückt

Der Lago di Poschiavo ist jedes Jahr Schauplatz eines speziellen Naturphänomens. Bachforellen finden sich im November hier zum Laichen ein. Dabei brauchen sie Hilfe.

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Am nördlichen Ufer des Lago di Poschiavo finden sich jedes Jahr im Verlaufe des Novembers Bachforellen zum Laichen ein. Wie der Kanton Graubünden am Montag auf Facebook schreibt, ist das Besondere daran, dass diese Fische normalerweise nur in Fliessgewässern mit lockerem Kiesgrund laichen.

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Dass sie es im Lago di Poschiavo trotzdem tun, liegt am Grundwasser, das am oberen Ende des Sees aus dem Seegrund drückt und so eine Situation wie in einem Fliessgewässer schafft. Da der natürliche See aber auch für die Erzeugung von Strom genutzt wird, variiert der Wasserpegel enorm. Ein Problem für die Fische. Das bedeutet nämlich, dass es oft zu wenig oder aber zu viel Wasser hat.

Hilfe von Menschenhand

«Ohne Hilfe der Mitarbeiter des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden wäre das Unterfangen der Fische erfolglos», heisst es auf Facebook weiter. Dreimal pro Woche fahren Mitarbeiter derzeit deshalb raus auf den See, insgesamt 16-mal. Mit Netzen werden die Bachforellen gefangen. Noch auf dem Boot mischen die Fischereiaufseher dann die Eier der Rogner (weiblicher Fisch) mit dem Sperma der Milchner (männlicher Fisch) und entlassen die Tiere sofort wieder in die Freiheit.

Die Brut kommt danach in die Fischzucht (im Ganzen etwa 220'000 Eier), wo der Bachforellen-Nachwuchs dann aufgezogen wird.

(taw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • oski. am 02.12.2019 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Gina-Wild-Fan.

    Schatz, ein bisschen mit gefühl bitte. Danke.

  • Wilde Tiere am 02.12.2019 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herz

    Ein Danke für alle Menschen dieser Welt die sich überhaupt noch für wilde Tiere einsetzen !!!

    einklappen einklappen
  • Kaa73 am 02.12.2019 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy

Die neusten Leser-Kommentare

  • Xherdan S. am 03.12.2019 02:25 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Fischsauce am 02.12.2019 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fisch mann

    Mein Name ist Fisch und bei mir geht das auch von Hand

  • Ein Leser Joa am 02.12.2019 21:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gute Tat

    In diesem Artikel wurde sehr präzise argumentiert und somit konnten viele Unklarheiten schon im Voraus beseitigt werden, denn sonst währe die Kommentarspalte wieder voll mit negativen Kommentaren! Ich finde es toll, dass Menschen mit so viel Wissen und Know-How sich um das Wohl der Tiere kümmern. Weiter so!

  • Ein Meereszungenbrecher am 02.12.2019 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Fischers Fritz spritzt frische Fische

    Das ganze ist total effizient. Man sollte die Weltmeere so wieder mit Fischen auffüllen. Wenn du zwei Fische ausdrückst und damit Dutzende neue erschaffst, dann ist das nützlich. Das ganze ist nicht Tierquälerei, sondern ein notwendiges Übel. Fische liefern viel Nahrung: auch in einer Dürreperiode (zumindest im Ozean) :-)

  • MlaBla am 02.12.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Hilfe

    So unnatürlich wie jede andere Art von Tier- und Gemüsezucht die dem Mensche zugute kommt. Als nettgemeinte "Hilfe" würde ich das nicht bezeichnen.