Arosa Bärenland

01. Februar 2019 20:46; Akt: 02.02.2019 01:00 Print

Die neuen Bären heissen Amelia und Meimo

Das Arosa Bärenland bekommt Zuwachs. Heute trafen die zwei Bären aus Albanien beim Ex-Zirkusbär Napa ein. 20 Minuten war live dabei.

Zwei Bären aus Albanien trafen am Freitagnachmittag im Arosa Bärenland ein. Die Neuankömmlinge heissen Meimo und Amelia. (Video: SDA)
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Heute war es soweit: Die zwei neuen Bären aus Albanien trafen im Arosa Bärenland ein. Um 15:15 Uhr kamen die Tiere in Chur an, ihre Ankunft in Arosa wurde um 16:15 Uhr erwartet. Es gab eine zeitliche Verzögerung, weil der Transporter auf dem Weg von Chur nach Arosa einen Platten hatte. Dies passierte glücklicherweise direkt vor einer Autogarage, wo unmittelbar Hilfe geleistet werden konnte.

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Das nächste Hindernis kündigte sich jedoch unmittelbar vor der Talstation Arosa an. Wegen einer grossen Schneemade mussten die Tiere schon vor der Talstation auf einen Pneulader verfrachtet werden. Freiwillige wurden gebeten, mitanzupacken.

Bären fahren Gondelbahn

Die Transportboxen wurden im Anschluss in die Gondelbahn Weisshorn verfrachtet. Diese brachte sie in sechseinhalb Minuten zur Bergstation und vor dort ging es mit einem Ratrac nochmals 200 Meter runter ins Bärenland. Erst wurde das Weibchen, dann das Männchen transportiert.

Die Neuankömmlinge haben mittlerweile auch ihre Namen bekommen: Das Männchen heisst Meimo, und das Weibchen Amelia. 20 Minuten war bei ihrer Ankunft live mit dabei.

Ankunft der neuen Bären

Napas neue Mitbewohner

Der ehemalige Zirkusbär Napa staunte nicht schlecht, als plötzlich zwei neue Besucher vor seiner Tür standen. Er beobachtete die Ankunft neugierig von seinem abgetrennten Bereich des Geheges aus und liess seine Artgenossen keine Sekunde aus den Augen.

Napa und die beiden Neuankömmlinge werden nun die Möglichkeit haben, sich durch den Zaun zu beschnuppern. Im Frühjahr sollen die Tiere dann zusammengeführt werden.

Die Tierpfleger vom Arosa Bärenland erhoffen sich, dass die beiden Neuankömmlinge in wenigen Tagen auch in die Winterruhe gehen werden.


20 Minuten-Redaktor Jeremias Büchel sprach mit der Chefin der Vier Pfoten-Stiftung Alexandra Mandoki.

Die Reise

Amelia und Meimo sind beide 13 Jahre alt. Sie lebten zuvor in einem Mini-Zoo in Albanien, wo sie jedoch nicht artgerecht gehalten wurden. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten setzte sich erfolgreich dafür ein, dass die Bären im Arosa Bärenland ein neues Zuhause bekommen.

Bereits am Montag reiste die Crew vom Tiertransport nach Albanien, um die letzten Vorbereitungen für die 2’436km lange Reise zu treffen. Diese startete am Dienstagmorgen mit der Betäubung der beiden Bären, damit sie veterinärmedizinisch untersucht und in die Transportkisten verladen werden konnten.

Als die Bären wieder wach waren, startete die grosse Reise von Albanien über Mazedonien nach Griechenland, wo sie anschliessend mit der Fähre nach Italien transportiert wurden. In Italien angekommen ging die Reise weiter via Bergamo zum Grenzübergang in Chiasso und schliesslich hoch ins verschneite Arosa.



So lebten die beiden Bären im Mini-Zoo. (Video: Arosa Bärenland)

(kat/jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Flatline am 01.02.2019 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bärenpatenschaft

    Wir haben meinem Schwager zum 50. Geburtstag eine Bärenpatenschaft für ein Jahr geschenkt. Er meinte, das sei das beste Geschenk gewesen, das er bekommen hat! Wir haben wirklich alles und ich unterstütze 4Pfoten auch seit Jahren, da man wirklich sieht, dass die etwas bewegen! Vielen Dank an alle tierliebenden Menschen!

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  • mara am 01.02.2019 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Gute gemacht 4Pfoten

    Freue mich für die beiden Bären. Sie können am neuen Ort gleich schlafen gehen. Vergesst nicht, dass es noch 1000te Tiere gibt, die in (Privat)Zoos keine artgerechte Unterbringung haben. Man sollte als Tourist solche Orte meiden.

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  • Brigitta am 01.02.2019 19:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vier Pfoten

    Begreife nicht, warum Leute den Daumen runter wählen! Für diese Aktion von Vier Pfoten gibt es nur Daumen hoch!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lou am 04.02.2019 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Ganz egal,was die Gegner auch für Argumente bringen:SO,darf man kein Lebewesen zurücklassen! Ich freue mich für Euch,Amelia und Meimo.Frei,könnt Ihr ,nach all dem,sowiso nie mer sein...ABER,in Arosa,lässt es sich noch ziemlich gut leben!Freie mich gür Euch.

  • Neumann am 04.02.2019 17:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glaubensbekenntnisse

    Bei manchen Kommentaren hier hat man wirklich das Gefühl, es gehe hier um Glaube und Religion. Bleibt doch mal auf dem Boden der Realität.

  • conny am 03.02.2019 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen in Arosa

    Bin stolz dass ich auch gespendet und mitgeholfen habe ,dass die Bären ein artgerechtes Leben führen können.

  • murmeli65 am 02.02.2019 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bären

    Warum Bären aus dem Ausland?. Warum nicht junge Bären aus Bern oder so. Steht immerwieder in der Zeitung das die Jungen eingeschläfert werden.

    • Neumann am 04.02.2019 15:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @murmeli65

      Meine Worte. Aber das darf man hier nicht sagen. Lieber alte Bären aus 2500 km importieren für ein enormes Spendengeld als die Probleme im eigenen Haus mit weniger Aufwand lösen helfen. Irrational und wihl nur fürs eigene schlechte Gewissen gut.

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  • Tonikoni am 02.02.2019 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so aber

    Ich werde selber nicht hingehen aber das hier ist eine tolle Sache. Weiter so. Fehlt nur noch eine grössere Toleranz in diesem Land gegenüber Bären und andere wilde Tiere, die man oft abknallt, während ein gleicher Bär in Italien problemlos leben kann.