Bronschhofen SG

07. Dezember 2018 10:05; Akt: 07.12.2018 10:44 Print

Hoverboard-Akku löst Brand aus

In einem Wohnblock in Bronschhofen brach am Donnerstag ein Brand aus. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist gross.

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Der Brand brach in einer Parterrewohnung aus. (Bild: Kapo SG)

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Am Donnerstag kurz nach 16.10 Uhr wurde der Kantonspolizei St. Gallen gemeldet, dass in einem Mehrfamilienhaus an der Eggwilstrasse Rauchgeruch festgestellt worden war. Wie sich herausstellte, war in einem Zimmer ein Brand ausgebrochen.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte drang Rauch aus einer Parterrewohnung. Es befanden sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs keine Personen in der Wohnung und es wurde niemand verletzt, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Freitagmorgen mitteilte. Auch wurde durch die örtliche Feuerwehr kein Feuer mehr festgestellt.

Schaden in sechsstelliger Höhe

Das Kompetenzzentrum Forensik der Kantonspolizei St. Gallen untersucht nun die genaue Brandursache. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass sich ein zum Aufladen angeschlossener Akku eines Hoverboards entzündet hat.

Der Schaden beträgt über 100'000 Franken. Die Wohnung ist nicht mehr bewohnbar. Die Familie hat vom Vermieter vorübergehend eine andere Wohnung zur Verfügung gestellt bekommen.

Amazon verklagt

Es ist nicht das erste Mal, dass die Akkus von Hoverboards in den Schlagzeilen stehen. 2016 wurde über eine Familie aus dem US-Bundesstaat Tennessee berichtet, die Amazon auf 30 Millionen Dollar verklagt hatte, weil der Akku eines Hoverboards explodiert und danach das Haus abgebrannt war.

Akkus nie unbeaufsichtigt aufladen

Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, weist darauf hin, dass man Akkus aus dem Modellbaubereich oder E-Bikes und dergleichen niemals unbeaufsichtigt aufladen sollte.

Im Kanton St. Gallen kommt es selten zu Vorfällen mit Akkus, die sich beim Laden entzünden. Schneider kann sich an den Akku eines E-Bikes erinnern, der im Rheintal vor einigen Monaten einen Brand auslöste.

Brennende Akkus wecken aber im Thurgau böse Erinnerungen. Ein Lithium-Polymer-Akku löste den Brand in der Altstadt von Steckborn TGim Dezember 2015 aus. Dabei wurden sechs Häuser teilweise zerstört. 30 Personen verloren ihr Hab und Gut. Ein Hund kam ums Leben.

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