Abtwil SG

13. Februar 2020 04:50; Akt: 13.02.2020 04:50 Print

Hund sorgt für Chaos auf der Autobahn

Am Dienstag hat sich ein freilaufender Hund auf die Autobahn A1 verirrt. Es ist nicht der erste Fall. Durch beherztes Eingreifen konnte er gerettet werden.

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Ein freilaufender Hund hat sich am Dienstagmittag auf die Autobahn A1 verirrt. Mehrere Personen versuchten den Hund einzufangen. Bei der schwierigen Rettungsaktion wurde ein Chauffeur gebissen. Schliesslich konnte das Tier eingefangen werden. Es ist nicht der erste solche Fall. Hündin Paula ist am Mittwochmorgen (4.12.2019) ausgebüxt. Nachdem ihre Besitzer die Hündin mit der Unterstützung vieler Leute aus der Umgebung und auf Facebook gesucht hatten... ...konnte sie schliesslich am Donnerstagmorgen von der Polizei auf der A1 zwischen Gossau und Uzwil eingefangen werden. Die Kantonspolizei St. Gallen fand das Tier verängstigt auf dem Mittelstreifen liegend. Um es einfangen zu können, wurden von Patrouillen in beide Fahrtrichtungen künstliche Staus herbeigeführt. Auf Facebook bedankte sich das Paar für die Hilfe und Unterstützung. Auf der A1 kam es am 25.11.19 vor dem Stephanshorn-Tunnel zu einer Auffahrkollision mit vier beteiligten Autos. Auslöser war ein Hund auf der Autobahn. Am Dienstagmorgen 2. Mai 2017 ist ein Hund selbstständig auf die Autobahn zwischen Seewen SZ und Goldau SZ gelaufen. Durch den tierischen Vorfall bildete sich auf der Strecke Stau. Zum Glück gab es keine Unfälle. Am 25. September 2016 mussten Polizisten einen herumstreunenden Hund auf der Autobahnausfahrt Abtwil SG einfangen. Wie das Tier auf die A1 kam, ist ein Rätsel. Ein Hund verirrte sich am 2. Februar 2016 auf die Autobahn bei Lenzburg. Er rannte auf den Pannenstreifen, die Polizei konnte ihn in letzter Sekunde retten. Ein kleiner Hund befand sich am 18. September 2012 auf der Autobahn in Zürich. «Alle Autofahrer haben sofort gebremst, einige versuchten, das Tier einzufangen», erzählte damals ein Leser-Reporter. Erfolglos. Der Hund rannte weiter in den Uetlibergtunnel. «Dort wurde er von einem Wagen angefahren», sagte Martin Sorg, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich. «Er starb sofort.» Als die achtjährige Jack-Russell-Hündin Speedy am 27. November 2019 den Fussgänger streifen an der Birsstrasse in Basel überqueren wollte, erfasste sie ein Fahrzeug. Das Tier überlebte den Unfall nicht und der Lenker beging Fahrerflucht. Brav habe sie auf der Treppe Richtung Trottoir gewartet, erzählt ihr Herrchen Georg Ernst Billeter. Dann habe er ihr ein Zeichen gegeben, über die leere Strasse zu laufen. Als sie bereits auf der anderen Seite der Strasse war, sei ein Auto mit einem «Affenzahn», auf den Fussgängerstreifen zugefahren, auf dem Billeter lief, erzählt er. Sein Hund sei sofort zurück gerannt, um ihn zu «warnen». Das Fahrzeug erfasste zwar nicht den Mann, dem Tier konnte der Lenker oder die Lenkerin aber nicht mehr ausweichen. Billeter sei sofort zu ihr gelaufen und habe sie aufgehoben: «Ich spürte, wie ihr Herz noch schlug. Doch ihr Körper wurde immer schwerer und plötzlich merkte ich, wie ihr Herz aufgehört hat zu schlagen. Sie ist in meinen Händen gestorben.» Billeter meint, er und weitere Personen haben gesehen, dass das Tatfahrzeug in der 30er-Zone viel zu schnell gefahren sei. «Wenn der Fahrer normal gefahren wäre, wäre es bestimmt nicht so weit gekommen», sagt er.

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«Ich war einfach nur gerührt, als die Lastwagenchauffeure anhielten, um den Hund einzufangen», berichtet eine Leser-Reporterin. Das Tier hatte sich am Dienstag gegen 12 Uhr auf der Autobahn A1 verirrt. «Er hatte Glück im Unglück.» Zwei weitere Personen hätten ebenfalls geholfen, das Tier wieder einzufangen.

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«Normalerweise schauen alle in einem solchen Fall weg», so die Frau. Hier sei das nicht so gewesen. Es sei super gewesen, wie reagiert wurde und sie habe nur Lob für alle Helfer übrig.

Helfer gebissen

Laut Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, war der Hund in Herisau AR davongelaufen. Das durch das Tier ausgelöste Verkehrschaos auf der Autobahn habe sich auf der A1 von St. Gallen Richtung Zürich im Gemeindegebiet Abtwil abgespielt. Die rechte Fahrbahn musste zeitweise sogar gesperrt werden.

Bei der schwierigen Rettungsaktion habe der Hund einen Lastwagenchauffeur gebissen. Dieser habe sich danach in ärztliche Behandlung gegeben. Eine Strafanzeige erstatten werde der Mann aber nicht. Nach dem Einfangen des ängstlichen Hundes habe man ihn unverletzt dem Besitzer übergeben. «Das Verschwinden des Hundes wurde vom Besitzer selbst gemeldet», ergänzt Krüsi.

(gab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Salbei am 13.02.2020 05:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dankbar

    Welch schöne Nachricht! Das berührt mein Herz. Danke an alle Helfer! Auch die die gezwungenermassen im"Stau"steckten, wurden zu helfenden. Ärgert euch nicht darüber, sondern freut euch, dass ihr etwas gutes getan habt.

  • Xavier am 13.02.2020 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    Freude!

    Schön, dass der Hund rechtzeitig eingefangen werden konnte! Diese Nachricht bringt Freude zum Tagesbeginn!

  • Giovanni Schu Weiss am 13.02.2020 05:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autobahn

    hier sind es die Hunde, und in der Stadt Züri die Velokuriere....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc'oh'polo am 13.02.2020 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der beisst nicht

    Und der Besitzer ist überzeugt, der tut nix, und läuft nicht davon. Sofort Leinenpflicht für alle Hunde. Habe nicht immer Lust, von jedem dahergelaufenen Hund abgeschnuppert zu werden.

  • Marcel am 13.02.2020 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stairway to road

    Der Hund der letzten Freitag auf den Autobahnzubringer Birsfelder Hafen lief, hatte leider weniger Glück. Nur sein Halsband blinkte noch... RIP

  • Roland am 13.02.2020 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Hunde allein Reisen unternommen

    Ja mein Jack Russel ist mir mehrere Male , in die Luft Seilbahn eingestiegen , aber wieder zurück gekommen . Der Witz war die Katze hatte im die Türe geöffnet , ein anderes mal , wieder hat die Katz die Türe geöffnet, Kudo ging zum Bahnhof stieg in den Zug ein bis zur nächsten Ort , stieg aus Leute hatten in zu sich genommen , und der Polizei informiert , konnte in den Abholen ,

  • Sven O am 13.02.2020 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Der kleine Tierfreund am 13.02.2020 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Gefahr für Leib undn Leben

    wegen eines Hundes den der Halter schlicht nicht unter Kontrolle hat - Besten Dank auch einmal mehr.