Kult-Beiz

10. April 2019 09:48; Akt: 10.04.2019 11:23 Print

Im Aescher wird es keine Rösti mehr geben

Die Firma Pfefferbeere, die neue Pächterin des Bergrestaurants Aescher, hat die neue Speisekarte veröffentlicht. Die berühmte Rösti sucht man darauf aber vergebens.

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Ende vergangenes Jahr kündigten die bisherigen Pächter des Bergrestaurants Aescher in Appenzell nach 31 Jahren ihren Pachtvertrag. Mitte Dezember wurden dann in einer Pressesitzung die neuen Pächter vorgestellt. Dabei handelt es sich um die Firma Pfefferbeere unter der Leitung von Gallus Knechtle. Nun geben die neuen Wirte erstmals einen Einblick in ihre Speisekarte (siehe Bildstrecke).

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Neben Siedwurst und Käsefladen für den grossen Hunger findet man unter anderem auch Glace und Kuchen auf der Karte. Insgesamt finden sich rund ein Dutzend, zumeist regionale Gerichte auf der neue Speisekarte. Doch etwas sucht man vergebens: Die legendären Rösti des Kultrestaurants. «Es war keine leichte Entscheidung, aber eine sehr bewusste», sagt Knechtle.

Aescher-Becki statt Rösti

Wie Gallus Knechtle und seine Geschäftspartnerin Melanie Gmünder bereits am Tag der Verkündung ihrer Pacht im Interview mit 20 Minuten sagten, wolle man die Werte des Aeschers erhalten. So könne man anstelle der berühmten Rösti nun neu das Aescher-Becki bestellen. «Dabei handelt es sich um Rindsgulasch mit Wurzelgemüse und Kartoffeln, das im traditionellen Talerbecki zum Teilen serviert wird», erklärt Knechtle. Damit wollen die neuen Gastgeber mit einem eigenen Gericht das Gasthaus prägen.

Der Kopf des Teams im Aescher ist Gmünder. Die gebürtige Appenzellerin wird dabei durch ein 12-köpfiges Team vor Ort und flexible Aushilfsmitarbeiter unterstützt. Einen wichtigen Part übernimmt ausserdem die Produktionsküche in Bühler AR, denn die Waren werden immer noch mit der Seilbahn angeliefert. In Bühler sollen die einzelnen Komponenten der Gerichte vorbereitet werden, womit die Abläufe in der Aescher-Küche vereinfacht würden. Bauliche Veränderung sind zwar beschlossen, konnten bisher aber noch nicht realisiert werden.

Transport per Helikopter

Vor einer Woche hat das neue Aescher-Team mit dem Helikopter einen ersten Transport durchgeführt und anschliessend mit Umgebungsarbeiten und dem Einrichten des Gasthauses am Berg begonnen. Man fiebere nun der Eröffnung entgegen und hoffe, bereits Anfang Mai die ersten Gäste begrüssen zu dürfen, so der Leiter der Pfefferbeere.

Die Pachtsaison des Aeschers beginnt Anfang Mai und endet im November 2019 (sofern die Schneeverhältnisse es erlauben)

(juu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • S. Kritischer. am 10.04.2019 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rad neu erfinden.

    Scheint wieder einer zu sein wo glaubt er muss das Rad neu erfinden. Rösti gehört in dieses Restaurant.

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  • Dominic am 10.04.2019 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles kommt gut!

    gebt diesen neuen Personen doch eine Chance...!

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  • Jürg am 10.04.2019 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Wahl

    Typisch in Schweizer Alpen werden lieblose und sehr einfache Küche serviert mit ein ganz teure Stolze preis. Die Schweizer zahlen gern für nichts. Nehme ich lieber meine Gourmet Picknick mit. Änguatä

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Die neusten Leser-Kommentare

  • F.S. am 22.04.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Veränderungen sind gut und nötig

    Bravo Gallus, ihr macht das richtig. Mal etwas neues, anderes....wir kommen sehr gerne wieder vorbei.

  • Peter Brunner am 20.04.2019 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rösti

    Rösti gehört ins Appenzellerland genau so wie die Berge !

  • Linky am 16.04.2019 04:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rösti gibt es überall

    Der Aescher ist ja schlussendlich für die Turisten und nicht für Einheimische. Ich finde es super dass die Rösti von der Karte verschwindet und eine neue Genusswelt mit Experimenten entsteht. Wer isst den heute noch Leber oder Kutteln? Niemand! Rösti ist veraltet umd gibt es übrigens überall auf der Welt.

  • Stefan am 12.04.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Altes Rezept der Rösti ist wichtig!

    Wenn im Aescher die Rösti so bekannt ist, dann sollte muss man es im Menuplan beibehalten. Aber es sollte das alte Rezept sein das auch die Vorgänger Familie so gut gemacht hatten. Wohl gemerkt denn Rösti ist nicht immer die gleiche Rösti des Hauses Aescher! Dafür sollte es als Tages Menü aktuell bleiben und Standart eingeführt werden. Ansonsten ist es besser das Rösti in der Karte nicht mehr gibt, ansonsten planieren die Konsumenten über das schlechte Essen.

  • Cel Lo am 11.04.2019 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, dass es so kommt... nicht nur die pantli sind gesalzen... auch die Preise....