Statt wegwerfen

08. Januar 2014 22:01; Akt: 08.01.2014 22:01 Print

In der ReparierBar werden alte Stücke geflickt

Drei Frauen lancieren die ReparierBar in St. Gallen: Freiwillige flicken Dinge und retten diese vor dem Mülleimer.

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Drei Ostschweizerinnen laden am 18. Januar in die ReparierBar im Kaffeehaus St.Gallen ein. (Bild: des)

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Ihre Tore öffnet die ReparierBar erstmals am 18. Januar zwischen 14 und 17 Uhr im Kaffeehaus St.Gallen. Dann werden dort defekte Dinge entgegengenommen und geflickt, die sonst wohl im Abfall landen würden. Hinter dem Projekt stehen die drei Ostschweizerinnen Carmen Cepon (41), Iris Betschart (35) und Nina Affolter (29). Zusammen mit freiwilligen Helfern versuchen sie, die Gegenstände – Kleider, Möbel, Apparate – wieder auf Vordermann zu bringen. Verläuft die Aktion erfolgreich, sollen weitere Anlässe folgen.

Bewusstes Konsumverhalten

Die Idee hinter der ReparierBar stammt ursprünglich aus Holland und versteht sich als Initiative gegen die vorherrschende Wegwerf-Mentalität. Bereits wurden ähnliche Anlässe in anderen Schweizer Städten durchgeführt. «Es ist uns wichtig, dass die Leute wieder zu einem bewussteren Konsumverhalten finden», so Mitinitiantin Iris Betschart. Dass eine Nachfrage nach Reparaturservices besteht, weiss die 35-jährige Textilkünstlerin aus eigener Erfahrung: Im September hatte sie auf dem St. Galler Marktplatz die Flickeria betrieben (20 Minuten berichtete), und konnte sich vor Aufträgen kaum retten. «Wenn die Nachfrage in der ReparierBar wiederum so gross ist, müssen wir uns etwas einfallen lassen», so Betschart.

(des)