Arbon TG

02. Mai 2019 18:24; Akt: 02.05.2019 19:09 Print

Wie kam dieser Einbrecher bloss da durch?

Durch ein winziges Fenster verschaffte sich ein Einbrecher Zugang zum Kiosk in Arbon TG. Sowohl der Einstieg wie auch das Diebesgut lassen Fragen offen.

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«Ich hätte niemals damit gerechnet, dass jemand durch dieses Fenster einsteigen würde», sagt Markus Hauser. Er ist seit rund einem Monat Besitzer des Städtli-Kiosks in Arbon TG. Schon nach dieser kurzen Zeit der erste Schock: Im Kiosk wurde eingebrochen. Hauser entdeckte den Schaden am Montagmorgen; Eine zerbrochene Scheibe, fehlende Zigaretten-Päckchen und entwendete Glückslose, stachen dem Kiosk-Besitzer sofort ins Auge.

Überrascht, dass ein Mensch durch das kleine Fenster einbrechen konnte, sei nicht nur der Ladenbesitzer sondern auch die Polizei gewesen. «Der Durchgang ist nicht mal so breit wie die Länge einer kleinen Mineralwasserflasche», sagt Hauser und zeigt die Einbruchsstelle (siehe Video). Doch ganz so einfach schien der Einstieg in den Kiosk auch nicht gewesen zu sein: Kleine, rote Flecken sind auf dem Fensterrahmen zu sehen. Ob es sich dabei um Blut handelt, konnte die Polizei noch nicht sagen.


Kioskbesitzer Markus Hauser zeigt, wo der Dieb eingestiegen ist. Video: mwa

Skurriles Diebesgut

Auf den Aufnahmen der Überwachungskamera kann man deutlich sehen, wie es dem unmaskierten Einbrecher gelingt, sich durch das schmale Fenster zu schieben. Der hat sich zwanzig Minuten im Kiosk aufgehalten, wie Hauser zur «Thurgauer Zeitung» sagt. Auf dem Video ist auch sein Komplize zu erkennen. Während des Einbruchs nimmt er von aussen das Diebesgut entgegen, welches sein Mittäter ihm durch das Fenster reicht. Als der Einbrecher in den vorderen Teil des Kiosks gelangt, wird die Alarmanlage ausgelöst. Darauf ergreift der Mann die Flucht. Man erkennt im Video, wie der Komplize den Dieb richtiggehend seitlich durch das Fenster ziehen muss.

Doch nicht nur der Ein- und Ausstieg ist skurril, auch das Diebesgut lässt einige Fragen offen: Neben mehreren ausgewählten Zigarettensorten wie Marlboro, einigen Glückslosen und dem Kleinmünz aus der Kasse, hat der Täter auch drei bis vier Feuerzeuge eingepackt, dazu CBD-Öl. Insgesamt beläuft sich der entstandene Schaden auf rund 3500 Franken.

Alarmanlage wurde nicht gehört

«Wir werden das Fenster nun vergittern. So sollten dann auch sehr schlanke Leute keinen Zutritt mehr ins Lokal finden», so Hauser. Überdies soll eine neue Alarmanlage installiert werden: In Zukunft sollen auch unbefugte Aktivitäten hinter der Theke ein Warnsignal auslösen, so Hauser. Auch die Lautstärke des Alarms werde angepasst. Denn weder Nachbarn noch andere Leute in der Umgebung haben offenbar etwas von den schrillenden Glocken gehört. Dies, obwohl der Kiosk im Ortskern liegt und von mehreren Wohnhäusern umgeben ist.

(mwa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Realist am 02.05.2019 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Das ist doch ganz einfach, jedenfalls in Krimis. Ein sehr kleinwüchsiger Mensch oder ein dressierter Affe steigt ein, öffnet die Türe von innen und verschliesset sie nach der Tat der Einbrecher wieder. - Oder habe ich zu viele Krimis gesehen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 02.05.2019 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz einfach

    Das ist doch ganz einfach, jedenfalls in Krimis. Ein sehr kleinwüchsiger Mensch oder ein dressierter Affe steigt ein, öffnet die Türe von innen und verschliesset sie nach der Tat der Einbrecher wieder. - Oder habe ich zu viele Krimis gesehen?