St.Gallen

25. Juni 2019 18:31; Akt: 25.06.2019 18:31 Print

Spülen Kunstrasen Tonnen von Plastik ins Wasser?

Bei Kunstrasen müssten jährlich 3 Tonnen Plastik nachgeschüttet werden, um Verluste zu kompensieren, die in anliegenden Gewässern landeten: Für die Grünen ist dies inakzeptabel.

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Kunstrasen-Fussballplätze werden oft mit Granulat belegt, das immer wieder erneuert werden muss. Als Mikroplastik gelangten die Kunststoffsteinchen tonnenweise in die Gewässer, heisst es im Vorstoss eines St. Galler Politikers: Immer öfter würden Fussballplätze mit Kunstrasen belegt, schreibt Marco Fäh, Kantonsrat der Grünen, in einem Vorstoss, den er in der Junisession eingereicht hat.

Für die benötigte Stabilität müsse ein Kunstrasen mit Granulat verfüllt werden. Pro Platz brauche es davon rund 30 Tonnen, rechnet er vor. Verwendet werde dafür beispielsweise Material, das aus alten Autoreifen hergestellt werde oder auch ein spezielles Kunststoffgranulat. Möglich sei auch der Einsatz von Quarzsand.

Plastik in der Nahrungskette

Jedes Jahr müssten pro Fussballplatz drei weitere Tonnen Granulat eingebracht werden, weil Wind und Wetter die Kunststoffsteinchen als Mikroplastik in Bäche und Seen verfrachteten. Von dort aus gelangten sie dann in die Nahrungskette.

Fäh will von der Regierung wissen, wie sichergestellt werden könne, dass im Kanton St. Gallen auf bestehenden und neuen Kunstrasenplätzen nur noch unbedenkliches Material eingesetzt werde. Er schlägt vor, dass künftig nur noch Beiträge aus dem Sport-Toto-Fonds für Plätze mit einer unbedenklichen Verfüllung bewilligt werden. Der Vorstoss ist noch nicht beantwortet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De scheff am 25.06.2019 20:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    VERBIETEN !!!

    Genau das habe ich am Wochenende auch gedacht. War am Grömpeltornier, neben dem Kunstrasen ist gleich ein Bach, welcher voll Kunststoffkrümel ist...

  • Beat am 26.06.2019 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind doch keine Umweltsünder

    Ich verstehe nicht, wieso Kunstrasen überhaupt subsequent wird. Es ist kein Rasen es ist Sondermüll.

  • Jones94 am 25.06.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir haben nur eine kugel..

    dann sollen sie quarzsand benutzen.. ist teuer aber wir in der schweiz können und müssen uns das leisten

Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 26.06.2019 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Tut gut von Grünen sinnvolles zu lesen

    Diesmal bin ich gleicher Meinung. So was würde ich gerne unterstützen. Ist nicht so ein Unsinn wie das CO2 Gelaber oder die Strohhalm-Diskussion.

  • Ball am 26.06.2019 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fragezeichen....

    im Titel überflüssig. Ist ja wohl klar, dass das so ist. Punkt.

  • Kritiker am 26.06.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kunst ufem Rase statt Kunstrase

    Als Fussballfan + -spieler frage ich mich so oder so, was der Sinn hinter Kunstrasen ist. Wettbewerbsverfälschung auf Kosten der Fans, Spieler und Teams das eine, Traditionsverletzung (Fussball ist ein RASENsport) auf der anderen und jetzt kommt die Umweltbelastung hinzu? Kunstrasen verbieten - Kunst ufem Rase statt Kunstrase!!!

  • Marianne am 26.06.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Problem schon lange bekannt

    Der nutzen steht im vordergrund. Umweltproblem kann warten.

  • Dani89 am 26.06.2019 09:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mikroplastik

    Warum muss man noch mehr Mikroplastik produzieren, wenn dies schon bekannt ist? Wie die Modeindustrie die Gewässer verschmutzen?