Rorschach SG

19. Mai 2016 16:51; Akt: 19.05.2016 16:51 Print

Jungschwäne sind ein Publikumsmagnet

Frohe Kunde aus dem Schwanennest in Rorschach: Endlich sind zwei Jungtiere geschlüpft. Laut Experten sind ihre Überlebenschancen sehr hoch.

Bildstrecke im Grossformat »
Am Donnerstagmorgen waren bereits zwei junge Höckerschwäne geschlüpft. Am Vortag war im Nest noch alles ruhig. Der männliche Schwan bewacht den Brutplatz während der weibliche Schwan die Eier ausbrütet. Die Schwanenmutter behält die Jungtiere unter ihren Flügeln, damit das Gefieder der Schwänlein trocknet. Ab und zu steht die Mutter auf... ...und dann schnattern und fiepsen die Jungtiere aufgeregt. Am Mittwochabend ist das erste Schwänlein zur Welt gekommen. Das zweite Schwänlein erblickte am Donnerstag das Licht der Welt. Behutsam rollt die Schwanenmutter die übrig gebliebenen Eier zu sich. Ob aus den verbliebenen drei Eiern etwas schlüpft, ist offen. Das Schwanennest sorgte in den letzten Wochen für viel Diskussionsstoff. Dies, weil das Schwanenpaar den Brutplatz zu nahe am Ufer gebaut hatte. Das Nest drohte vom Wasser weggespült zu werden. Mehrere Facebook-User verlangten eine Umsiedlung des Nestes. Die Stadt Rorschach reagierte... ...und stellte drei Sandsäcke hin. Experten waren sich uneinig, ob man das Nest transportieren sollte. Christian Müller, Präsident der Voliere-Gesellschaft St. Gallen versetzte das Nest am Freitag vor Pfingsten. Doch auch an seinem neuen Standort ist das Nest vor dem Wasser nicht allzu sicher. Stephan Krämer und seine Frau Manuela mit den 13-jährigen Zwillingen Lara und Yannick freuen sich über den süssen Anblick der Schwanenfamilie. «Für uns ist es sehr schön, eine Schwanenfamilie aus der Nähe zu beobachten. Das sieht man nicht alle Tage», sagt Manuela Krämer. Auch eine Entenfamilie... ...besuchte das Schwanennest.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Sei willkommen, junger Schwan», titelte das «Rorschacher Echo» am Mittwochabend, als der erste Höckerschwan in Rorschach SG geschlüpft war. Am Donnerstagmorgen erblickte bereits das zweite Schwänlein das Licht der Welt.

Umfrage
Gehen Sie die Schwanenfamilie besuchen?
17 %
33 %
43 %
7 %
Insgesamt 944 Teilnehmer

Das Schwanennest am Bodensee sorgte in den vergangenen Wochen für viel Diskussionsstoff: Da das Nest gefährlich nahe am Wasser lag, verlangten viele Facebook-User eine Umsiedlung. Experten waren sich allerdings uneins, ob das Nest umplatziert werden sollte. Der Wildhüter Mirko Calderara sprach sich entschieden dagegen aus. So sei eben die Natur. Christian Müller, Präsident der Voliere-Gesellschaft St. Gallen, sah das anders und versetzte das Nest am Freitag vor Pfingsten.

Grosse Überlebenschance

Wie der Rorschacher Blogger Res Lerch gegenüber 20 Minuten sagt, ist der Wasserpegel seit zwei Tagen konstant auf der gleichen Höhe geblieben. «Ich hoffe, dass es auch so bleibt», so Lerch.

«Ich bin hocherfreut, dass alles gut gegangen ist und bereits zwei Schwänlein auf der Welt sind», sagt Nest-Retter Müller. Als er die Eier transportiert habe, seien allerdings zwei von den fünf Eiern kalt gewesen, weshalb er davon ausgeht, dass insgesamt nicht mehr als drei Schwäne schlüpfen werden. Die Überlebenschancen der Jungtiere schätzt er als sehr hoch ein. «Wichtig ist vor allem, dass die Jungtiere trocknen und genügend Essen bekommen», so Müller. Die Essenssuche könnte für die Schwäne aufgrund des betonierten Hafenufers aber eher schwierig sein. «Dennoch sollte man die Tiere nicht mit Brot füttern, da es ungeeignet ist», sagt Müller. Das Schwanenpaar werde mit den Jungtieren relativ rasch ins Wasser gehen, da sie sich dort sicher fühlen würden. «Ausser einem Hecht gibt es für die Schwänlein keine grossen Gefahren.» Und Hechte würden sich kaum in Ufernähe aufhalten.

«Das sieht man nicht alle Tage»

Die jungen Schwäne haben es besonders den Spaziergängern angetan. Zahlreiche Leute bleiben am Nest stehen. So auch die Familie Krämer aus Deutschland. «Eigentlich hätte man nicht in die Natur eingreifen und das Nest verschieben sollen», so Papa Stephan. «Aber es ist echt toll hat, dass man es vor dem Wasser gerettet hat.» Auch seine Frau Manuela ist von den Jungtieren begeistert: «Für uns ist es sehr schön, eine Schwanenfamilie aus der Nähe zu beobachten. Das sieht man nicht alle Tage.»

Auch P.M., der jeden Tag am See entlang spaziert, befürwortet die Rettung des Schwanennestes. «Hätten wir Menschen das Seeufer nicht zubetoniert, hätte es genügend geeignete Brutplätze für die Schwäne gegeben.» Deshalb sei es auch in Ordnung, dass man das Nest umgesiedelt hat.

Ein Video von den beiden Jungtieren im Nest:

(afa)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • schwanenmama am 19.05.2016 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    schön

    schön, wenn viele Menschen Freude an Natur und Tieren haben und diese respektieren.

    einklappen einklappen
  • KEVIN am 19.05.2016 10:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tierfreund

    Super das die Schwaene und ihre Jungen geschaft haben zu Ueberleben.

    einklappen einklappen
  • MOMO am 19.05.2016 10:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SUPER TIERE

    Super das Tiere mehr Gefuehle haben als mancher Mensch.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cira1206 am 20.05.2016 21:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel Glück Schwanenfamilie

    War heute nachmittag am Schwanennest in Rorschach. Es waren drei süsse Jungschwäne zu sehen. Unter der Mutter war noch ein viertes Junge. Jemand hat dann gesagt dass es mittags um 11.30 geschlüpft ist. Es ear noch richtig nass. Schön diese Schwanenfamilie.

  • Gaby020560 am 20.05.2016 18:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Untergegangen

    Ich finde es schön, was man da gemacht hat. Jetzt ein bisschen Ruhe und gut ists. Die zwei Schwanenpaare im Hafen Arbon hatten den Medienhype verpasst. Ihre Nester sind im Wasser untergegangen und auch in den Medien wurden sie nicht erwähnt. Vielleicht sind es die glücklicheren Schwäne, weil sie Ruhe haben und nochmal nisten können. Ist ja noch früh genug, denke ich.

  • Jane38 am 20.05.2016 07:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    süss

    bitte liebe menschen habt respekt und geniesst die süsse familie mit abstand oder hätten sie es gerne wen ich zig leute um ihre kinder herumwuseln?

  • Ozzly am 20.05.2016 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überlebenschancen?

    Das ist doch mal eine tolle Nachricht. Publikumsmagnete sind die Schwäne also. Dank der täglich neuen Informationen und Bildern in den Medien. Genau darum gebe ich diesen Tieren eher geringe Überlebenschancen. wäre es nicht herzig so ein Schwänlein mal aus dem Nest zu nehmen? Zu streicheln und es mit einem Schoggistängeli zu füttern? Man könnte es gar mit nach Hause nehmen.... Und da es ja nur nette Menschen gibt, kommt auch keiner auf die Idee seiner Zerstörungswut freien Lauf zu lassen? Sollte da etwas passieren dürfen gerne die Medien die Schuld auf sich nehmen. Lasst doch diese Tiere in Ruhe!

  • I.C.H. am 20.05.2016 05:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schwäne

    einfach herzerwärmend und wohltuend diese Nachricht, bitte öfter mal was Schönes anstatt immer nur Mord und Totschlag