Demos in Frauenfeld

27. Januar 2016 17:43; Akt: 27.01.2016 17:43 Print

Juso vs Pegida – heisser Frühling im Thurgau

Pegida Schweiz plant für April eine unbewilligte Demonstration in Frauenfeld. Die Juso kündigt Widerstand an.

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Die Pegida Schweiz ruft über Facebook zu einer Demo in Frauenfeld auf.

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«Pegida Schweiz in der Hauptstadt vom Kanton Thurgau – Frauenfeld wir werden kommen!», schreibt die Pegida Schweiz auf ihrem Facebook-Profil. Am 9. April soll eine unbewilligte Kundgebung der rechtsradikalen Bewegung stattfinden. Details würden noch bekannt gegeben, heisst es weiter. Ein bisschen mehr als ein Dutzend Zusagen sind bisher eingegangen. Zu der Veranstaltung sind 211 Facebook-Nutzer eingeladen worden. Weitere Pegida-Demos sind in Basel, Bern, Luzern und Aarau angekündigt.

«Die Standkundgebung soll friedlich ablaufen, das ist unser Ziel», sagt Mike Spielmann, Präsident von Pegida Schweiz auf Anfrage. Da die Kundgebung unbewilligt sei, werde sie nicht im Stadtzentrum stattfinden, sondern in der Nähe der Allmend. «Wir haben bei der Stadt Frauenfeld bisher drei Gesuche eingereicht. Kein einziges wurde bewilligt, obwohl wir ihr in allen Punkten entgegengekommen sind», so Spielmann. Er verstehe nicht, warum Kundgebungen der Pegida trotz kooperativer Zusammenarbeit nie bewilligt würden. «In der unbewilligten Kundgebung werden wir gegen den Schweizer Staat demonstrieren, da er ganz klar die Versammlungsfreiheit einschränkt», sagt er weiter. Spielmann kündigt überdies für den 6. Februar kleinere Kundgebungen an mehreren Orten in der Ostschweiz an.

«Wir werden uns gegen die rechte Hetze stark machen»

Wie die Juso des Kantons Thurgau heute in einer Medienmitteilung schreibt, wird sie sich gegen die Kundgebung wehren und kündigt Widerstand an. «Wir haben am 9. April am Nachmittag eine Gegendemo geplant», sagt Flavio Brühwiler, Co-Präsident der Juso Thurgau, zu 20 Minuten. Die Jungsozialisten würden ein entsprechendes Gesuch bei der Stadt Frauenfeld einreichen. «Wir wollen unsere politischen Positionen kundtun und gegen diejenigen der Pegida protestieren», so Brühwiler. Die Juso werde sich in der Gegendemo gegen die rechte Hetze stark machen. Brühwiler möchte möglichst viele Leute mobilisieren, um ein Zeichen gegen die Pegida zu setzen.

Die Stadt Frauenfeld und die Kantonspolizei Thurgau bestätigen gegenüber 20 Minuten, sie hätten Kenntnis von den Demo-Plänen der Pegida. «Wir beobachten die Situation und werden der Sache nachgehen», so Werner Spiri, Leiter des Amtes für Sicherheit gegenüber FM1 Today.

(afa)

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