ST. GALLEN

22. Dezember 2008 22:29; Akt: 22.12.2008 21:31 Print

Justiz erhöht den Druck auf die Espenmoos-Chaoten

von Sascha Schmid - Die Polizei hat acht Espenmoos-Krawallmacher verhaftet. Sie sollen für den Schaden von 150  000 Franken aufkommen. Die Staatsanwaltschaft hofft aber, dass sie noch weitere Täter verpfeifen.

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Rund sieben Monate nach den Ausschreitungen nach dem Barragespiel vom 20. Mai im Espenmoos wurden am 9. Dezember acht Personen verhaftet, ein weiterer Verdächtiger weilte im Ausland. Dies teilte die Kantonspolizei gestern im Namen der Staatsanwaltschaft mit. Die neun Chaoten werden verdächtigt, an den Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft sieht nun vor, dass die Chaoten für den entstandenen Sachschaden von 150  000 Franken solidarisch haften. Man ist sich zwar bewusst, dass noch weitere Personen beteiligt waren. Diese sollen nun aber indirekt zur Kasse gebeten werden.

«Die Idee ist, dass sich die Verursacher des Schadens gegenseitig absprechen können. Je mehr Personen sich stellen, desto weniger muss der Einzelne zahlen», so Staatsanwalt Thomas Hansjakob. Noch werden weitere Personen verdächtigt, die aber nicht identifiziert werden konnten. Die Polizei macht diese darauf aufmerksam, dass sie sich bis zum 14. Januar stellen können. Ansonsten würden im Januar 2009 Bilder von ihnen veröffentlicht.