Imker

16. März 2011 22:31; Akt: 16.03.2011 22:31 Print

Kampf gegen stümperhafte Bienenzucht

von Simon Städeli - Für Bienenzüchter Köbi Künzle wird hierzulande viel zu stümperhaft geimkert. Darum bietet er als erster in der Schweiz Profikurse an. Zudem fordert er Subventionen vom Staat.

storybild

Profi-Imker Köbi Künzle mit einem seiner 350 Bienenvölker. Schutzkleidung trägt er nie. (Bild: 20 Minuten/Simon Städeli)

Fehler gesehen?

«Die Bienenzucht in der Schweiz ist komplett überaltert», sagt Imker Köbi Künzle. Deshalb sieht er einen grossen Handlungsbedarf: «Wenn nichts getan wird, sehe ich schwarz. Wir hinken unseren Nachbarländern um Jahre hinterher», so Künzle. Darum bietet der 42-Jährige nun Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. In seiner Bienenzucht in Oberhelfenschwil hat er dafür extra ein Kurslokal eingerichtet, in dem er den vielen «Bienenanalphabeten» das Handwerk beibringt. Die Kurse seien fast vollständig ausgelastet und die Besucher zwischen 30 und 50 Jahre alt. «Leider bleibt der junge Nachwuchs aus», sagt Künzle. Das habe auch seinen Grund: «Der Aufwand ist enorm und reich wird man sicher nicht.» Das schrecke die Jungen ab.

Laut Künzle muss sich auch in der Politik einiges ändern, damit das Imkerhandwerk nicht völlig ausstirbt. «Bienen müssen wie Milchkühe als Nutztiere anerkannt werden», fordert Künzle. Dann könnten auch Imker von Subventionen profitieren. Hans Sonderegger, Bieneninspektor des Kantons St. Gallen, sieht das genauso: «Bienen leisten einen existenziellen Beitrag für das Ökosystem. Darum sollte die Arbeit der Imker entschädigt werden», so Sonderegger.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Biologe am 17.03.2011 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin dafür

    ich bin dafür, dass Imker auch einen Beitrag vom Bund bekommen, denn das ganze Sterben wird wohl wegen der Überdüngung und der Baumspritzmittel sein. Es muss nicht immer den grossen und schon reichen Baurern noch unter die Arme gegriffen werden, sondern gebt denen mal was, die auch zur Natur schauen und sehr vieles für unser Wohlsein beitragen..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Biologe am 17.03.2011 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin dafür

    ich bin dafür, dass Imker auch einen Beitrag vom Bund bekommen, denn das ganze Sterben wird wohl wegen der Überdüngung und der Baumspritzmittel sein. Es muss nicht immer den grossen und schon reichen Baurern noch unter die Arme gegriffen werden, sondern gebt denen mal was, die auch zur Natur schauen und sehr vieles für unser Wohlsein beitragen..

    • P.H. am 06.06.2019 11:21 Report Diesen Beitrag melden

      Ungerecht

      Leider unterstützt Bund bis zu 15'000 sfr nur und nur Landwirte, aber nicht Imker. Wenn Du imkerst und kein Bauernhof hast, hilft Dir niemand, auch zB. obwohl Du mehrere Biene als alle Bauer von Ort hast. Diese Ungerechtigkeit und Nicht-Bauer Diskrimination ist in der Schweiz unverschämt. Dabei aber Bauer sagen gerne- stell mir Bienenstöcke dort und dort. Mann soll lernen zwischen 2 Berufen Landwirt und Imker unterscheiden.

    einklappen einklappen