Stadt St. Gallen

03. Juli 2014 07:46; Akt: 03.07.2014 15:54 Print

Kampfwahl zwischen Frei und Jans

Die SP der Stadt St. Gallen tritt mit dem 54-jährigen Peter Jans zur Stadtrats-Ersatzwahl an. Die FDP schickt die 54-jährige Barbara Frei ins Rennen.

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Barbara Frei und Peter Jans liefern sich Ende November ein Duell um den frei werdenden Sitz im Stadtrat. (Bild: zVg)

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Jans erhielt am Mittwoch von den SP-Delegierten 104 Stimmen und überflügelte seine parteiinterne Gegenkandidatin Doris Königer im ersten Wahlgang. Die 52-jährige Stadtparlamentarierin und Architektin Königer kam auf 35 Stimmen – bei einem absoluten Mehr von 71.

Peter Jans, Jurist, ehemaliger Stadtparlamentarier und Kantonsrat, soll die SP wieder in den St. Galler Stadtrat bringen. 2012 hatte die Partei ihre Vertretung in der fünfköpfigen Exekutive verloren. Eine Rückkehr der SP in den Stadtrat sei dringend nötig, sagte SP-Stadtparteipräsidentin Bettina Surber.

Die Delegierten schätzen Jans' Wahlchancen als besser ein: Als konsequenter, vielseitiger und umgänglicher Politiker könne er auch ausserhalb des linksgrünen Lagers Stimmen holen, wurde argumentiert. Als Gerichtspräsident bringe Jans auch Führungserfahrung mit.

Frei soll FDP-Sitz Fredy Brunners verteidigen

Ebenfalls am Mittwochabend nominierte die FDP Barbara Frei - und setzte damit auf Frauenpower. Frei übertraf im ersten Wahlgang mit 32 Stimmen knapp ihren Gegenkandidaten Marco Huwiler, der 29 Stimmen erhielt. Das Absolute Mehr betrug 32 Stimmen.

Die 56-jährige Ärztin Barbara Frei ist seit 2005 Mitglied des Stadtparlaments und Mitglied der Geschäftsprüfungskommission (GPK). 2007 kandidierte sie für den Nationalrat. Barbara Frei arbeitet beim regionalärztlichen Dienst der Invalidenversicherung (IV) in St. Gallen. Sie ist Mutter zweier erwachsener Söhne.

Frei soll am 30. November für die FDP den Sitz von Fredy Brunner (66) verteidigen, der Ende März 2015 altershalber zurücktritt.

Gegenwärtig setzt sich der fünfköpfige Stadtrat so zusammen: 2 FDP, 2 CVP, 1 Parteiloser. Patrizia Adam (CVP) ist die einzige Frau neben vier Männern. Die stärkste Kraft im Stadtparlament, die SP, verlor bei der Erneuerungswahl 2012 überraschend ihren Sitz im Stadtrat.

(sda)