Favorit Benedikt Würth

06. Dezember 2018 18:08; Akt: 06.12.2018 19:45 Print

Krallt sich die CVP den Sitz von Keller-Sutter?

Nach der Wahl von Karin Keller-Sutter (FDP) in den Bundesrat muss der frei werdende St.Galler Ständeratssitz neu besetzt werden. Der FDP droht ein Sitzverlust an die CVP.

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Regierungsrat Benedikt Würth, (CVP, SG) spricht Ende September 2018 an einer Medienkonferenz in Bern. Wird er bald öfters in Bern zu sehen sein? (Bild: Keystone/Peter Schneider)

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Klarer Kronfavorit für die Nachfolge von Keller-Sutter ist Regierungsrat Benedikt Würth (CVP). «Wenn Würth möchte, gehe ich davon aus, dass er aufgestellt und danach auch gewählt wird», sagt der St. Galler Politbeobachter Reto Antenen. Dies, weil Würth als Regierungsrat breite Bekanntheit geniesst und vermutlich auf die Unterstützung von SP und Grünen zählen darf.

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Welche Partei wird den Ständeratssitz erobern?

«Sollte Würth wider Erwarten nicht antreten, wären die Nationalräte Markus Ritter und Nicolo Paganini eine Option», sagt Antenen. «Wobei Ritter in seiner Funktion als Präsident des Schweizerischen Bauernverbandes im Nationalrat mehr erreichen könnte als im Ständerat.» Bei Paganini stelle sich die Frage, ob er als Direktor der Olma-Messen genügend Zeit für das Mandat im Stöckli finden würde, da dieses in der Regel mehr Zeit beansprucht als ein Nationalratsmandat.

FDP will Sitz verteidigen

«Die FDP wird ihre Nominationsversammlung erst im Januar abhalten», sagt Parteipräsident Raphael Frei. «Derzeit geniessen wir noch die Wahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat.» Grundsätzlich gelte es für alle interessierten Mitglieder, sich Gedanken zu machen, ob sie antreten möchten. «Sicher ist, dass wir antreten werden, um den Sitz zu verteidigen.» Ob man dabei auf eine Frau oder einen Mann setzt, sei offen. Bezüglich möglicher Kandidaten hält sich Frei bedeckt.

Klar ist: Nationalrat Marcel Dobler hat Interesse, wie er am Donnerstag auf Twitter mitteilte.


Brunner steht nicht zur Verfügung

Auch die SVP wird erst im Januar bestimmen, wer kandidieren wird. «Die Nomination machen wir an der Delegiertenversammlung am 9. Januar», sagt Parteisekretärin Esther Friedli. Welche Personen den Delegierten vorgeschlagen werden, ist noch nicht bestimmt. Klar sei, dass ihr Lebenspartner Toni Brunner nicht zur Verfügung stehe.

«Wir haben diverse hervorragende Kandidaten», sagt sie. Diese seien vor allem unter den bisherigen Nationalräten zu finden. Friedli nennt etwa Roland Rino Büchel, Lukas Reimann oder Barbara Keller-Inhelder bei den Frauen. «Auch Stefan Kölliker wäre eine starke Kandidatur. Er kennt als Regierungsrat die Interessen des Kantons bestens und könnte diese entsprechend in Bern gut vertreten.»

Die Uhr tickt

Entscheiden müssen sich die Parteien rasch: Wahlvorschläge können nur bis Freitag 11. Januar 2019 um 17 Uhr eingegeben werden. Der erste Wahlgang wird am 10. März stattfinden, eine allfällige zweite Runde am 19. Mai.

Für Politbeobachter Antenen ist klar: «Wenn Benedikt Würth antritt, dann wird er gewählt. Eventuell sogar schon im ersten Wahlgang.» Denn die Chancen der FDP auf die Verteidigung des Sitzes erachtet er als nicht sehr hoch: «Bei Keller-Sutter wurde hervorragende Aufbauarbeit geleistet.» Danach habe man es etwas verpasst, Nachfolgekandidaten aufzubauen.

Auch bei der SVP sieht Antenen wenig Aussichten auf den Einzug ins Stöckli. «Bei einer Majorzwahl braucht es Unterstützung von anderen Parteien», sagt er. Da die bürgerlichen Parteien selbst antreten würden, würden die Ständeratswahlen für die Partei trotz hohem Wähleranteil eine Herausforderung: «Von linker Seite dürfte der Support gering sein.»

Was sagt Benedikt Würth zu seiner möglichen Kandidatur?
Der 50-jährige selbst hielt sich am Donnerstag auf Anfrage noch bedeckt. Doch unter Politikinteressierten im Kanton gilt es als sehr wahrscheinlich, dass er am Freitag seine Kandidatur bekannt geben wird.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franzi Greber am 06.12.2018 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Filzpartei CVP - Nein Danke

    Aus der kantonalen Filz-Partei CVP brauchen wir nun wirklich niemanden. Je 1 FDP und SVP. Der Ständerat wird eh von Links dominiert.

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  • Don Höfi am 06.12.2018 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sitznachfolger 

    Wäre es nicht normal, dass ein FDP Politiker den Sitz einnimmt?

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  • Meeri am 07.12.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ist seine Freizeitgestaltung

    Wenn er denkt es macht ihm Spass in seiner Freizeit eine Wahlkampagne für sich zu machen, ist das total in Ordnung. Ich persönlich würde mich vielleicht für meine Meerschweinchen engagieren aber wenn er sich gerne ein paar Wochen in der Zeitung, im Lokalradio und im Regional TV sieht, soll er das von mir aus gerne machen. Nachher kann er sich ja wieder ein anderes Hobby suchen. Denn gewählt wird garantiert keiner von der CVP.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ElDorado23 am 07.12.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Um Gottes Willen...

    Es ist nicht zu glauben: Ein CVPler will den FDP-Sitz beerben! Seid ihr noch zu retten?

  • Meeri am 07.12.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ist seine Freizeitgestaltung

    Wenn er denkt es macht ihm Spass in seiner Freizeit eine Wahlkampagne für sich zu machen, ist das total in Ordnung. Ich persönlich würde mich vielleicht für meine Meerschweinchen engagieren aber wenn er sich gerne ein paar Wochen in der Zeitung, im Lokalradio und im Regional TV sieht, soll er das von mir aus gerne machen. Nachher kann er sich ja wieder ein anderes Hobby suchen. Denn gewählt wird garantiert keiner von der CVP.

  • Dumby am 07.12.2018 12:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Probieren geht über studieren

    Probieren kann man immer..

    • marko 33 am 07.12.2018 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dumby

      Super

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  • Don Höfi am 06.12.2018 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sitznachfolger 

    Wäre es nicht normal, dass ein FDP Politiker den Sitz einnimmt?

    • Rolf am 07.12.2018 08:18 Report Diesen Beitrag melden

      Nur Nationalrat

      Nein, das ist nur im Nationalrat so. Zum Beispiel nach dem Rücktritt von Toni Brunner aus dem Nationalrat auf Ende Jahr wird nächstes Jahr Mike Egger, ebenfalls SVP nachrücken. Er lag auf dem ersten Ersatzplatz der SVP-Nationalratsliste. Aber ja, das ist etwas verwirrend.

    • Xeno72 am 07.12.2018 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Don Höfi

      Im Majorz gibt es kein "Nachrutschen", sondern eine Ersatzwahl.

    • Angelika am 07.12.2018 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Don Höfi

      Wieso hat nicht auch einmal eine SVP-Frau einen Platz im Ständerat. Oder gilt die Quoten nur bei anderen Parteien ?

    • marko 33 am 07.12.2018 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Don Höfi

      Nein

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  • SJD SG am 06.12.2018 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewählt ist.. Beni Würth

    Beni Würth wäre eine der besten Bereicherungen für die Landespolitik. Sachlich, Kompetent und fachlich/menschlich unübertrefflich. Verlust für den Kanton SG Wertgewinnung für Bern die Zukunft und für die Landesregierung. Benedikt Würth unser BUNDESRAT.

    • Vario am 07.12.2018 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SJD SG

      hr.würth war als witschaftsminister nicht so kompetent zb. bei der letzten pachtvergabe der jagd im kt.st.gallen ist etliches schief gelaufen vor allem bei der bewertung pachtzinsen

    • Eis zwei Geissebei am 07.12.2018 12:52 Report Diesen Beitrag melden

      Danke Beni

      Mit meiner persönlichen Ausrichtung über das Politgeschehen bin ich bestimmt kein Mitläufer in der grossen Masse. Aber hier zu diesem Statement kann ich ohne wenn und aber beipflichten. Ob es hierzu valablere Kanditaten gibt? Diese habe ich bis dato nicht kennengelernt. Aber es soll sie geben - leider aber nur sehr wenige mit diesem Format wie dieses von Beni.

    • marko 33 am 07.12.2018 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SJD SG

      Super

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