Spitalfinanzierung

29. März 2011 15:20; Akt: 29.03.2011 20:03 Print

Kanton Glarus zahlt 52 Prozent an Behandlungen

Der Kanton Glarus zahlt ab dem nächsten Jahr 52 Prozent der Pauschalen für stationäre Behandlungen in den Spitälern. Den Rest müssen die Krankenversicherer übernehmen.

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Mit der neuen Spitalfinanzierung können Patientinnen und Patienten ab kommendem Jahr unter den Spitälern und Kliniken auf der Spitalliste der Kantone frei wählen. Der Wohnkanton hat in jedem Fall seinen Anteil zu übernehmen, allerdings höchstens zu dem von ihm beschlossenen Prozentsatz, wie die Glarner Regierung am Dienstag mitteilte.

Mit dem Anteil von 52 Prozent dürften sich die Kosten des Kantons Glarus nächstes Jahr noch knapp im Rahmen derjenigen von 2010 bewegen. Es sei dadurch mit einem Anstieg der Krankenkassenprämien von rund drei Prozent zu rechnen, schreibt die Regierung. Eine Senkung des Kantonsanteils auf 50 Prozent oder tiefer würde einen höheren Prämienanstieg bei den Krankenkassen zur Folge haben.

Die Kantone haben vorläufig noch die Wahl und können ihren Anteil an den stationären Behandlungen zwischen 45 und 55 Prozent festsetzen. Ab 2017 müssen sie gemäss Bundesrecht zwingend 55 Prozent der Spitalkosten übernehmen.

Stationäre Behandlungen in den Spitälern werden ab 2012 aufgrund leistungsbezogener Pauschalen abgerechnet. Für stationäre Akutbehandlungen erfolgt die Abgeltung über diagnosebezogene Fallpauschalen. Für stationäre Leistungen der Psychiatrie und der Rehabilitation sind weiter Tagespauschalen vorgesehen.

(sda)