Domat/Ems

10. Februar 2011 11:24; Akt: 10.02.2011 17:27 Print

Keine Abfindung für Ex-Angestellte

Ehemalige Angestellte der im Dezember Konkurs gegangenen Grosssägerei Mayr-Melnhof in Domat/Ems GR fordern eine Abfindung von je 25 000 Franken für alle 128 Ex-Arbeitnehmer. Jetzt hat ihnen die Kantonsregierung eine Absage erteilt.

Fehler gesehen?

Für die Auszahlung einer Abfindung fehle die Grundlage, teilte die Exekutive am Donnerstag mit. Der Kanton habe aber sichergestellt, dass über die Insolvenzversicherung sämtliche ausstehenden Lohnzahlungen bereits beglichen wurden.

Über weitere Forderungen entscheide seit der Konkurseröffnung die Konkursverwaltung. Der Kanton werde sich im Gläubigerausschuss für die Anliegen der ehemaligen Arbeitnehmenden einsetzen.

Mit dem Aus der zur österreichischen Mayr-Melnhof-Gruppe gehörenden grössten Sägerei der Schweiz verloren alle Angestellte ihre Stelle. 40 von ihnen schlossen sich zu einem Kollektiv zusammen und gelangten Ende Januar mit Forderungen an die Konkursverwaltung und an die Kantonsregierung, die sie für den Konkurs mitverantwortlich machen.

Hauptforderung des Kollektivs ist die Auszahlung einer Abfindung von sechs Monatslöhnen oder der Pauschale von 25 000 Franken für jeden ehemaligen Arbeitnehmer. Der Kanton oder die Konkursverwaltung sollen die Zahlungen aus den freien Aktiven von 4,4 Millionen Franken in der Konkursmasse vorfinanzieren und die Summe später beim Mayr-Melnhof-Mutterkonzern zurückfordern.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ein waschechter auswärtiger Emser am 12.02.2011 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Eine Abfindung auf Kosten der Steuerzahler wäre uvernünftig. Der Gewinn der Emserwerke könnte für die Übernahme des Sägebetriebes eingesetzt werden, d.h. Gebäude für Rohstofflager der Emserwerke umfunktionieren, und so könnte man neue Arbeitsplätze schaffen

Die neusten Leser-Kommentare

  • ein waschechter auswärtiger Emser am 12.02.2011 23:32 Report Diesen Beitrag melden

    Alternative

    Eine Abfindung auf Kosten der Steuerzahler wäre uvernünftig. Der Gewinn der Emserwerke könnte für die Übernahme des Sägebetriebes eingesetzt werden, d.h. Gebäude für Rohstofflager der Emserwerke umfunktionieren, und so könnte man neue Arbeitsplätze schaffen