29. März 2007 23:03; Akt: 13.06.2007 18:02 Print

Knatsch um Bordell in Au: Angst vor einer Eskalation

Rohe Eier, verschmierte Briefkästen und anonyme Flugblätter: Unbekannte wehren sich mit rabiaten Mitteln gegen ein geplantes Bordell.

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Im Konflikt um das geplante Bordell mitten in Au greifen die Gegner zu rabiaten Mitteln. In der Nacht auf Mittwoch haben Unbekannte einen Anschlag auf die Liegenschaft verübt: «Die Briefkästen wurden mit rohen Eiern verschmiert», sagt Michael Knaus von der Immobilienfirma Ligewa. Diese hat eine der vier Wohnungen im Haus an die Bordell-Betreiber vermietet. Bereits seit Anfang Woche warnen unbekannte Christen mit Flugblättern vor dem Etablissement: «Für uns Christen ist ein solches Bordell undenkbar», steht darauf. Die Autoren bitten den Pfarrer Albert Raimann um Hilfe. «Ich bin klar gegen ein weiteres Bordell – doch kann ich nichts machen, solange ich nicht weiss, wer die Leute sind», sagt dieser.

Michael Knaus von der Ligewa befürchtet eine weitere Eskalation. Vor zwei Jahren war im nahen Diepoldsau auf ein Erotikstudio ein Anschlag mit hochgiftiger Buttersäure verübt worden. «Dass so etwas auch in Au passiert, ist nicht auszuschliessen», so Knaus. Die Initianten des geplanten Bordells wollten keine Stellung beziehen.

Tobias Bolzern