Kreuzlingen

12. Juli 2011 23:14; Akt: 12.07.2011 23:24 Print

Kuh-Quäler ist auch eine Gefahr für Menschen

von Marlene Kovacs - Der Sadist, der die trächtige Kuh Alfa zu Tode misshandelte, könnte gemäss einem Gerichtspsychiater bald wieder zuschlagen.

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Psychiater Thomas Knecht. (mko)

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Ein trauriges Schicksal erlitt ­die trächtige Kuh Alfa letzte Woche auf ihrer Weide. Mit einem Stock oder einer Eisenstange wurde sie im Genitalbereich brutal misshandelt. Wegen ihrer ­schweren inneren Verletzungen musste Alfa nach zwei Tagen notgeschlachtet werden. Auch ihr Kalb überlebte nach einem Kaiserschnitt nur eineinhalb Tage.

Der Münsterlinger Gerichtspsychiater Thomas Knecht glaubt, dass es sich beim Tierquäler um einen sexuell sadistischen Triebtäter handelt, wobei der Sadismus im Vordergrund stehe. «Das Opfer spielt für solche Menschen keine ­Rolle mehr», so Knecht. «Wichtig ist ihnen, dass sie mit ­diesem machen können, was sie wollen.» Noch schlimmer: «Sadismus ist artüber­greifend. . Jemand, der so etwas mit Tieren macht, kann schnell auch einen Versuch an Menschen starten», sagt Knecht.

Der Täter verspüre den Trieb und müsse ihn aus­leben. «Wenn sich der Wunsch nach solchen Übergriffen auflädt, spricht viel dafür, dass es noch einmal passieren wird», so Knecht. Von sich aus würden sich solche Menschen praktisch nie stellen. Vom Täter fehlt denn auch noch immer jede Spur. «Der Mann mit einem ­roten Velo, der nahe der Weide gesehen wurde, hat sich noch nicht gemeldet», sagte gestern Kapo-Sprecher Ernst Vogelsanger gegenüber 20 Minuten.

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