Kantonsspital St.Gallen

16. Juli 2014 09:41; Akt: 16.07.2014 09:41 Print

Kunstfehler kosten Millionen

Am Spital St. Gallen kommen jährlich fünf bis acht Patienten wegen Behandlungsfehlern zu Schaden. Die Folgekosten können in die Millionen gehen.

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Jährlich gehen beim Kantonsspital St. Gallen 60 bis 70 Beschwerden von Patienten ein. (Bild: Keystone)

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«Am Kantonsspital St. Gallen geschehen zwischen fünf und acht Behandlungsfehler pro Jahr», sagte Norbert Rose, Leiter des Qualitäts- und Risk-Managements am Kantonsspital St. Gallen dem «Regionaljournal» von Radio SRF. Wesentlich höher ist die Zahl der Anfragen, bei denen Patienten einen Behandlungsfehler vermuten – sie liegt laut Rose bei 60 bis 70.

Oft zeige sich, dass Patienten ungenügend informiert seien. Die meisten Fälle liessen sich deshalb in Gesprächen mit den zuständigen Fachkräften klären. Nur in zwei Prozent der Beschwerdefälle komme es zu einem Gerichtsverfahren.

Spital ist versichert

Die tatsächlichen Kunstfehler können das Spital teuer zu stehen kommen. «Im schlimmsten Fall haben die Behandlungsfehler Kostenfolgen in Millionenhöhe», sagte Rose. «Beispielsweise dann, wenn der Fehler einen Berufsausfall zur Folge hat und eine Umschulung nach sich zieht.» Für diesen Fall hat das Kantonsspital eine Versicherung abgeschlossen, die dafür aufkommt.

Bei gegen 35'000 stationären Patienten pro Jahr hält Rose die Fehlerquote am Kantonsspital alles in allem für sehr gering.

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