Pfyn TG

24. September 2019 16:52; Akt: 24.09.2019 16:52 Print

Kurioser Fund in Garten gibt Rätsel auf

Eine Frau aus Pfyn stiess kürzlich in ihrem Garten auf ein seltsames, pelziges Etwas. Via Facebook lässt sie andere miträtseln, was es sein könnte. Der Jagdaufseher klärt auf.

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«Ich war mit dem Hund im Garten unseres alten Bauernhauses, als er plötzlich beim Stalleingang zu kratzen anfing», erzählt J.Ö.* aus Pfyn. Das war am Montag. An jenem Tag war sie gerade aus den Ferien zurückgekommen. Als sie nachsehen ging, traf sie schier der Schlag. «Ich war geschockt und hatte auch ein bisschen Angst», so die 29-Jährige. Denn vor der alten Stalltüre lag ein pelziges Etwas, das etwa so gross war wie ihre Hand. Anfangs habe sie noch geglaubt, es könnte einen grosse, tote Ratte sein. Das habe sie aber schnell verworfen. Dann habe sie ein Foto davon gemacht und es ihrer Kollegin geschickt. Diese habe gemeint, dass es sich dabei um einen Kopf handelt. Doch von welchem Tier und wo war der Rest?

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«Ich hatte ein sehr komisches Gefühl. Es war schlicht gruselig», so Ö. Vom Körper des Tieres fehlte jede Spur, es sei auch nirgends Blut gewesen. Das alles sei ihr sehr merkwürdig vorgekommen.

Jagdaufseher informiert

Das Bild des Fundes hatte sie auch auf Facebook gepostet und gefragt, ob jemand eine Idee habe, worum es sich handelt. Zahlreiche Kommentare gingen daraufhin ein.
Viele äusserten ihren Ekel und man fragte sich, wer den so etwas macht, und jemandem einen toten Tierkopf in den Garten legt. Mehrfach kam der Rat, die Polizei zu informieren. Ö. indes konnte sich nicht vorstellen, dass ein Mensch den Kopf absichtlich in ihren Garten gelegt hatte.

Schliesslich informierte sie den zuständigen Jagdaufseher. Dieser kam am Dienstagmorgen vorbei und hat den Kadaver entsorgt. Sein Sohn Peter Siegwart, ebenfalls Jagdaufseher, erklärt: «Beim Fund handelt es sich um den Kopf eines jungen Wildschweines.» Dieser habe dort wohl schon einige Zeit gelegen, denn er sei schon von Maden befallen gewesen.

Kopf wird am Schluss gefressen

Laut dem Jagdaufseher gibt es viele Wildschweine in der Gegend um Pfyn und weil das Futterangebot gut ist, bekommen sie alle drei Monate Nachwuchs. Er vermutet, dass das Jungtier von einem Fuchs gerissen wurde. Ungewöhnlich sei das nicht. «Es hat wohl den Anschluss an seine Rotte verloren und war alleine unterwegs. Wäre das Muttertier dabei gewesen, hätte sich das der Fuchs nicht getraut», so Siegwart. Alleine wären die Überlebenschancen für das Jungtier ohnehin nicht gross gewesen.

Möglich sei auch, dass das Tier bereits tot war, als sich der Fuchs an ihm zu schaffen machte. Dass es ein Fuchs war, macht der Fachmann daran fest, dass der Kopf nicht abgetrennt sondern abgefressen worden sei. «Den Kopf frisst der Fuchs immer am Schluss. Dies, weil es am längsten dauert, weil er viele Knochen brechen muss.»

* Name der Redaktion bekannt

(taw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hellvetia am 24.09.2019 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja...

    da muss man schon jagdaufseher sein, um das Wildschwein zu erkennen..

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  • Sonja H am 24.09.2019 17:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Das ist Natur.

  • B M am 24.09.2019 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klare Sache

    bin für Windschwein. Wer auch?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • f f am 25.09.2019 02:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hoppla george

    ich habe auch mal einen kuriosen fund gemacht im garten... es fing an zu regnen und da fand ich einen regenwurm..!

    • Nadine am 25.09.2019 05:50 Report Diesen Beitrag melden

      Prinz

      Den hat sicher ein Fuchs dorthin gelegt. Oder aber, der Wurm ist ein verzauberter Prinz.

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  • Zynismus am 25.09.2019 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    "zynisch" gemäss Duden

    "auf grausame, den Anstand beleidigende Weise spöttisch" Erschreckend wieviele Zyniker sich in diesen Foren tummeln! :-(

    • Martin am 25.09.2019 06:36 Report Diesen Beitrag melden

      @Zynismus, Reine Notwehr

      In der heutigen, überkorrekten Welt, in der jeder und alles beleidigt ist braucht man ein bisschen Zynismus um zu führen das man immer noch ein Mensch sein darf.

    • @Martin am 25.09.2019 15:03 Report Diesen Beitrag melden

      Zynismus

      Wenn Sie, lieber Martin, andere Menschen verletzende Rundumschläge brauchen um sich selber zu spüren, dann treffen wir uns stattdessen doch viel lieber zu einem gemeinsamen Baldriantee und netten Gesprächen!

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  • Lupo am 24.09.2019 22:11 Report Diesen Beitrag melden

    Was das bedeutet?

    Vielleicht ist der Wolf schon in der Gegend.

    • Sonst gehts? am 25.09.2019 01:36 Report Diesen Beitrag melden

      Angstmacherei

      Huiii ja, klar. Vor der Haustüre im Siedlungsgebiet. Und ganz bald frisst er die Grossmutter auf! Ladet schonmal wieder die Gewehre, bald wird genüsslich geballert...

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  • DomDom33 am 24.09.2019 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein

    Jagdaufseher würde es als Frischling bezeichnen!

    • sue zaa am 24.09.2019 22:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DomDom33

      der Journi aber nicht. da er ja will, dass die Leser auch verstenen, was sie da lesen ;-)

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  • Daniel am 24.09.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die erbarmungslose Natur

    Auf menschliche Verhältnisse übertragen wäre die Natur ein Moloch der Hölle in der die Gefahr und der Katastrophentod überall lauert. Das war für die Menschen teilweise auch im Mittelalter noch so. Die aktuellen Verhältnisse sind dagegen fast schon paradiesisch. Der Mensch hat das Privileg nicht mehr auf dieselbe Weise den Gesetzen der Natur zu unterliegen, zumindest hebelt er für sich mehr und mehr auf.