Oberriet SG

15. August 2019 12:06; Akt: 15.08.2019 12:06 Print

So wollte ein Chauffeur Geld sparen

Am Grenzübergang Oberriet wurde am Mittwoch ein ungarischer Lastwagen angehalten. Das Abgassystem des LKWs war manipuliert und die Ladung nicht genügend gesichert.

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Am Mittwoch haben Spezialisten der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) am Grenzübergang Oberriet einen ungarischen LKW kontrolliert. Dabei haben sie ein manipuliertes AdBlue-Abgassystem sowie eine ungenügende Ladungssicherung festgestellt. Die Ladung war für eine Firma in Liechtenstein bestimmt, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung der EZV heisst.

AdBlue ist ein Zusatzstoff, den moderne Dieselmotoren zur Abgasreinigung in die Auspuffanlage einspritzen. Im vorliegenden Fall wurde das System so manipuliert, dass es dem LKW vorgaukelte mit AdBlue zu fahren. Tatsächlich war die Abgasreinigungsanlage aber lahmgelegt. So konnte der Chauffeur die Ausgaben für den Zusatzstoff AdBlue sparen – auf Kosten der Umwelt.

Durfte nicht weiter fahren

Dem LKW wurde die Weiterfahrt verweigert. Der Chauffeur wurde der Kantonspolizei St. Gallen übergeben. Er muss mit einer Verzeigung und einer erheblichen Busse rechnen sowie die LSVA (Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe) nachbezahlen. Letztere ist vom Abgasstandard abhängig, die der Lastwagen erfüllt. Durch die Manipulation fiel das Fahrzeug in eine tiefere Tarifkategorie.

Die Eidgenössische Zollverwaltung vollzieht an der Grenze unter anderem auch Aufgaben im Rahmen des Strassenverkehrs-Gesetzes und leistet damit einen aktiven Beitrag zur Sicherheit im Strassenverkehr und zum Umweltschutz.

(20M)