Asylbewerber

22. Dezember 2011 22:25; Akt: 22.12.2011 20:30 Print

Lage vor Festtagen leicht entspannt

von Simona Marty - Trunkenheit, Zoff und Diebstähle: Mit der Flüchtlingswelle aus Nordafrika stieg in vielen Ostschweizer Asylzentren die Kriminalität massiv an. Auf Weihnachten hat sich die Lage etwas beruhigt.

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Im Asylzentrum Landegg geht es etwas ruhiger zu und her. Foto: mko

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Der Umsturz in Nordafrika brachte viele Flüchtlinge in die Schweiz. Mit der Zunahme der Asylbewerber stieg auch die Kriminalität in den Empfangszentren. In Wienacht AR etwa musste die Polizei fast täglich wegen Streitereien, Diebstählen und Alkoholexzessen zum Asylzentrum Landegg ausrücken. «Die Lage hat sich seit Anfang Monat zum Glück wieder etwas beruhigt. Im Schnitt müssen wir nur noch ein- bis zweimal in der Woche eingreifen», sagt Willi Moesch, Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden. Dies liege an der starken Präsenz der Polizei und daran, dass kriminelle Asylbewerber ausgeschafft oder verhaftet wurden.

Diebstähle machten auch der Kantonspolizei Thurgau in Kreuzlingen, wo ebenfalls ein Empfangszentrum eingerichtet wurde, zu schaffen: Doch auch hier hat sich die Lage entspannt. «Die Kriminalität konnte deutlich gesenkt werden», so Andy Theler, Sprecher der Kapo Thurgau.

Einzig im Kanton St. Gallen scheint die Situation weiterhin prekär zu sein. «Die Lage ist schwierig. Wir haben immer noch eine Zunahme an Asylbewerbern aus Nordafrika zu verzeichnen – deshalb kann noch keine Beruhigung festgestellt werden», so René Hungerbühler vom St. Galler Migrationsamt.

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