Kanton St. Gallen

10. Februar 2019 17:45; Akt: 10.02.2019 17:49 Print

Lenker hält mitten auf A1 und steigt aus Auto

Die Kantonspolizei St.Gallen hatte es am Wochenende gleich mit mehreren kuriosen Einsätzen zu tun. Auch die Feuerwehr musste grundlos ausrücken.

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In der Nacht auf Samstag musste die Kantonspolizei St.Gallen mehrere fahrunfähige Lenker aus dem Verkehr ziehen. Ein 39-jähriger Autofahrer kam mit seinem Fahrzeug am frühen Samstagmorgen auf der A13 bei Weite in Richtung Sevelen von der Fahrbahn ab und landete auf dem Dach. Der Mann erzählte dem eintreffenden Polizisten, dass er eingeklemmt sei. Deshalb wurde die Feuerwehr aufgeboten. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte konnte er das Auto dennoch selbstständig verlassen. Ebenfalls am frühen Samstagmorgen traf die Polizei auf einen 40-jährigen Mann, der auf Höhe Niederwil sein Auto unbeleuchtet auf dem rechten Fahrstreifen abgestellt hatte und neben dem Auto auf der Fahrbahn der A1 stand. Dass so etwas nicht immer glimpflich ausgeht, zeigen jüngste Ereignisse. Vor wenigen Tagen erst lief ein Rentner nach einem Selbstunfall auf die Autobahn A1 zwischen Gossau und Oberbüren. Dort betrat der 79-Jährige die Fahrbahn und wurde von einem Lieferwagen tödlich erfasst. Die Polizei rät generell, sich nach Verlassen des Fahrzeuges hinter die Leitplanke zu begeben. Dabei sollte man stets eine Warnweste tragen. Auch ein 38-jähriger Lenker hielt die Polizei auf Trab: Der Autofahrer fiel aufgrund seiner auffälligen Fahrweise auf. Die darauffolgenden Anweisungen der Polizei mit Bitte folgen ignorierte der Mann. Erst beim dritten Versuch konnte der Autofahrer zum Folgen und Anhalten bewegt werden. Alle drei Männer mussten auf Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen eine Blut- und Urinprobe abgeben. Die Fahrausweise wurden ihnen abgenommen und sie werden zur Anzeige gebracht.

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Am Samstag gegen 4 Uhr morgens wurde die Kantonspolizei St. Gallen wegen eines abgestellten Autos auf der Autobahn A1 Höhe Niederwil alarmiert. «Zum Glück war eine Polizeipatrouille in unmittelbarer Nähe und schnell vor Ort», heisst es in der Mitteilung. Dort traf man nämlich auf einen 40-jährigen Mann, der sein Auto unbeleuchtet auf dem rechten Fahrstreifen abgestellt hatte und neben dem Auto auf der Fahrbahn stand. Die Polizisten stuften den Mann als fahrunfähig ein. Eine Blut- und Urinprobe sei angeordnet und sein Fahrausweis entzogen worden. «Wieso der Mann sein Auto abstellte und die Fahrbahn betrat, ist derzeit nicht bekannt», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Wie gefährlich das Betreten der Autobahn ist, zeigt folgender Vorfall: Vor wenigen Tagen erst lief ein Rentner nach einem Selbstunfall auf die Autobahn A1 zwischen Gossau und Oberbüren. Dort betrat der 79-Jährige die Fahrbahn und wurde von einem Lieferwagen tödlich erfasst.

Mann löst unnötigen Einsatz aus

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Kapo SG ebenfalls fahrunfähige Lenker aus dem Verkehr gezogen. So bemerkte ein aufmerksamer Autofahrer am Samstag gegen 3 Uhr morgens ein Licht im Grünstreifen neben der Autobahn A13 bei Weite in Richtung Sevelen. Er alarmierte die Rettungskräfte. Wie die Polizei mitteilte, muss der 39-jähriger Lenker zuvor mit seinem Auto von der Fahrbahn abgekommen und, nach möglicherweise mehreren Überschlägen, im Grünstreifen gelandet sein.

Gegenüber dem eintreffenden Polizisten habe der Mann angegeben, eingeklemmt zu sein und das Auto nicht verlassen zu können. «Als dann die aufgebotene Feuerwehr eintraf, konnte er das Auto doch selbständig verlassen», so Sprecher Krüsi. Eine Blut- und Urinprobe sei von der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen bereits angeordnet worden. Der 39-Jährige wurde mit leichten Verletzungen zur Kontrolle ins Spital gebracht. Sein Fahrausweis wurde ebenfalls eingezogen.

Lenker ignoriert Leuchtmatrix

Am Freitagabend kurz vor 19 Uhr ignorierte ein 38-jähriger Lenker die «Bitte folgen»-Anweisungen der Polizei. Diese hatte zuvor Meldung erhalten, dass ein Auto mit auffälliger Fahrweise von St. Gallen Richtung St. Margrethen fahre. Eine Polizeipatrouille konnte das Auto antreffen und versuchte den Lenker mittels Leuchtmatrix von der Autobahn zu leiten, um es anschliessend anzuhalten.

Sowohl beim Rastplatz Sulzberg als auch bei der Ausfahrt Rheineck habe der Autofahrer diese Weisung ignoriert. Erst beim dritten Versuch konnte der Autofahrer zum Folgen und Anhalten bewegt werden. Auch er durfte seinen Ausweis nicht behalten und muss sich einer Blut- und Urinprobe unterziehen.

(juu)