Tötungsdelikt in Au SG

01. November 2019 11:25; Akt: 01.11.2019 18:14 Print

«In der Beziehung kriselte es in letzter Zeit»

Am Donnerstag wurden im Kanton St. Gallen zwei Personen tot aufgefunden. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt mit anschliessender Selbsttötung aus.

Vor Ort ist die Verunsicherung spürbar. (Quelle: 20 Minuten)
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Die Kantonspolizei St. Gallen hat kurz nach 5:30 Uhr die Meldung von einer toten Person entlang der Bahnstrecke Heerbrugg-Au erhalten. Beim Verstorbenen handelt es sich um einen 63-jährigen Schweizer.

Beim Aufsuchen seines Wohnortes fand die Polizeipatrouille eine weitere tote Person mit Stichverletzungen, eine 49-jährige Schweizerin. Die beiden waren nicht verheiratet, lebten aber in einer Partnerschaft ohne gemeinsame Kinder. Die mutmassliche Tatwaffe konnte sichergestellt werden. Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei, sagt auf Anfrage: «Derzeit wird die Waffe von Spezialisten untersucht.»

«Wir sind schockiert»

Ein Nachbar ist über die Geschehnisse erschrocken: «Wir sind schockiert, dass sowas in unserer Nachbarschaft passiert.» Man habe nichts davon mitbekommen, dass es Probleme in der Beziehung der beiden gegeben habe. Eine weitere Nachbarin widerspricht dem. Sie sagt: «In letzter Zeit kriselte es in der Beziehung. Dem Mann setzte wohl die Arbeit zu. Er freute sich auf die baldige Pensionierung.»

«In der Wohnung lebten auch Kinder, was machen die armen Kinder jetzt bloss?», will ein anderer Nachbar wissen. Von der Tat selber hat niemand etwas gehört. Krüsi bestätigt, dass in der Wohnung auch Kinder lebten. Darunter sind auch minderjährige Teenager. «Zum Tatzeitpunkt waren aber keine Kinder in der Wohnung», so Krüsi weiter.

Die Ermittlungsbehörden gehen bisher von einem Tötungsdelikt mit anschliessender Selbsttötung aus. Der genaue Ablauf und die Hintergründe der Tat sind unklar und Gegenstand der laufenden Untersuchungen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und führt die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei St. Gallen.

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(fss)