Chur

27. September 2019 09:30; Akt: 27.09.2019 09:30 Print

Mann erschiesst Reh vom Trottoir aus

Ein Jäger hat in Chur auf der Planaterrastrasse auf zwei Rehe geschossen und diese dabei erlegt. Die Kantonspolizei Graubünden hat eine Ermittlung eingeleitet.

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Letzten Sonntag haben Passanten und Bewohner bei der Planaterrastrasse in Chur wohl grosse Augen gemacht. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber der «Südostschweiz», dass ein Jäger vom Trottoir aus wiederholt in die Rebberge geschossen und dabei zwei Rehe getötet habe.

«Am Sonntagabend kurz nach 19 Uhr ist bei uns die Meldung eingegangen, dass Rehe im Rebberg oberhalb der Planaterrastrasse geschossen werden», bestätigt Anita Senti, Mediensprecherin der Kantonspolizei Graubünden. Daraufhin seien Stadtpolizei sowie Wildhut ausgerückt und dem Jäger noch vor Ort begegnet.

Ermittlungen zum Vorfall wurden laut Senti eingeleitet: «Es besteht der Verdacht auf Widerhandlung gegen das Jagdgesetz.» Es werde derzeit abgeklärt, ob der Mann mit der Aktion weidmännisch gehandelt und die Sicherheit gewährleistet habe. Ausschlaggebend sei dabei Artikel 17 im Jagdgesetz, in dem steht, dass die Jagd nicht ausgeübt werden darf, wenn Mensch oder Dritteigentum gefährdet ist. «Das Ergebnis der Untersuchungen rapportieren wir der Bündner Staatsanwaltschaft, die entscheidet, ob es sich um eine Widerhandlung handelt», erklärt Senti.

(del)