Eschen (FL)

07. November 2018 17:46; Akt: 07.11.2018 17:46 Print

Mann schlägt Scheibe ein und reanimiert Unfallopfer

Der Liechtensteiner Lukas Haldner wurde kürzlich Zeuge eines Autounfalls und zögerte keine Sekunde: Sofort leistete er Erste Hilfe und reanimierte den Verletzten. Als Held fühlt er sich nicht.

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Aus etwa 30 Metern Entfernung wurden Lukas Haldner und ein Arbeitskollege am Freitagmorgen, 26. Oktober, in Eschen (FL) Zeugen eines Unfalls. Der Lenker (60) erlitt offenbar während der Fahrt unvermittelt einen Herzstillstand und verlor in der Folge die Kontrolle über das Auto und prallte in abgestelltes Fahrzeug.

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Ohne zu zögern rannten die beiden Männer zum Unfallopfer, verständigten die Polizei und schlugen die Autoscheibe ein, wie Fm1Today schreibt. Dann begann Haldner den Mann zu reanimieren. Damit hat er ihm wohl das Leben gerettet. Nach der Erste-Hilfe-Massnahmen vor Ort wurde der Mann durch den Rettungsdienst des Liechtensteinischen Roten Kreuzes ärztlich versorgt und ins Spital geflogen.

Getan, was getan werden musste

Als Held fühlt sich Haldner aber nicht. «Natürlich war es keine alltägliche Situation, aber ich bin deswegen kein Held. Ich war einfach per Zufall am richtigen Ort und konnte helfen», so der 30-Jährige bescheiden. Er habe in dem Moment einfach nur funktioniert und getan, was getan werden musste.

Angst, etwas falsch zu machen, hatte er nicht. Denn dank den Nothelfer-Wiederholungskursen, die Lastwagenfahrer regelmässig absolvieren, habe er genau gewusst, was zu tun ist und wie man Menschen reanimiert. Es sei schön zu wissen, dass sich diese Kursstunden offenbar gelohnt haben. Als Polizei und Rettungsdienst kamen, ging er wieder seiner eigenen Arbeit nach. Die Notärztin habe ihm dann gesagt, dass er und sein Kollege genau richtig gehandelt hätten.

Firma stolz auf Mitarbeiter

Tage nach dem Unfall bedankte sich die Familie des Verunfallten in einem Leserbrief bei Haldner. Der Mann ist mittlerweile ausser Lebensgefahr. Die Firma Frickbau AG, bei der Haldner arbeitet, hat den Leserbrief auf ihrer Facebook-Seite gepostet, auch sie seien sehr stolz auf ihren Mitarbeiter.

Von Bekannten und via Facebook erhält er viel Lob für sein beherztes Eingreifen. Das sei zwar schön, aber weit mehr gedient sei damit, wenn Leute daran denken, selbst wieder einmal einen Nothelferkurs zu besuchen, denn in so eine Situation wie er könne jeder jederzeit geraten und da sei es wichtig, zu wissen, wie man reagieren muss.

(taw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arthur20 am 07.11.2018 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erstklassig!

    Mehr von solchen Leuten wäre toll!

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  • Rolf am 07.11.2018 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das sind Nachrichten

    Das sind echte Nachrichten. In einer Zeit an der man jeden Tag negative Nachrichten sieht und liest. Bitte mehr positive Nachrichten von Helden und anderem.

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  • Danke am 07.11.2018 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein echter Held

    Schön, dass es solche Menschen gibt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz am 08.11.2018 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    Geht uns alle etwas an

    Cool! Davon können sich ganz viele eine grosse Scheibe abschneiden. Geht regelmässig in einen Nothelfer-Refresher, damit auch Ihr in einer solchen Situation sofort reagieren könnt. Erste Hilfe geht uns alle etwas an.

  • Ueli Mueli am 08.11.2018 03:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksamkeit gesucht?

    Einfach Leben retten geht heutzutage nicht mehr. Heute muss noch eine Story dazu gepostet werden, damit die Likes nur so daherfliegen.

  • MrsNoName am 08.11.2018 02:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traut euch

    Bravo an den Helden. Liebe Menschen, ich weiss, dass viele Angst haben etwas falach zu machen, aber denkt daran ; kein Puls und keine Atmung = keine Vitalzeichen = tot. Jemanden "toter" als tot zu machen geht nicht, d.h. den Zustand könnt ihr NICHT verschlimmern, nur verbessern. Im Zweifelsfall telefonisch anleiten lassen. Also nur Mut!

  • Pesche FR am 08.11.2018 00:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FM1Today?

    total Unschweizerisch! haiaiai. Hauptsache unser Held der Story stammt aus der Ecke.

  • Sean am 07.11.2018 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Hero

    Echte Helden tragen kein Cape