Abstimmung St. Gallen

15. Mai 2011 21:43; Akt: 15.05.2011 21:47 Print

Marktplatz-Neugestaltung wird abgelehnt

Knapp 40 Millionen Franken sollte der neue Marktplatz in St. Gallen kosten. Die Stimmberechtigten haben die Vorlage nun bachab geschickt.

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Der St. Galler Marktplatz mit der Bushaltestelle von Architekt Santiago Calatrava. (Bild: Keystone)

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Die Marktplatz-Vorlage in St. Gallen wurde mit 11'177 zu 9785 Stimmen verworfen. Auf Widerstand war vor allem eine Parkgarage gestossen.

Die Stimmbeteiligung betrug 46,8 Prozent. Um die Vorlage hatte es einen heftigen Abstimmungskampf gegeben. Obwohl Behörden und Parteien mehrheitlich hinter der Marktplatz-Neugestaltung standen, wollte eine Mehrheit der Stimmenden davon nichts wissen.

Umstritten war vor allem der geplante Bau eines neuen unterirdischen Parkhauses mit 150 privaten und 140 öffentlichen Plätzen. Das Parkhaus war zwar nicht direkt Gegenstand der Abstimmung. Es gehörte aber zu einem «Parkplatzkonsens», auf den sich Stadt, Gewerbe, Parteien, TCS, ACS und VCS geeinigt hatten.

Vorgesehen war die Aufhebung von 148 oberirdischen Parkplätzen. Das Projekt hätte auch den Bau einer Markthalle samt Bus-Wartehalle und Toiletten für 14 Millionen Franken umfasst. Die bestehende Bushalle nach Plänen des Architekten Santiago Calatrava hätte weichen müssen. Dies stiess bei vielen Calatrava-Fans auf Ablehnung.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pit Rorschach am 16.05.2011 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles Neue ist auch besser

    Gut so. Der Marktplatz, wie er sich heute präsentiert, ist nicht nur schön, sondern auch zweckmässig. Ich frage mich, weshalb immer alles neu gemacht werden soll. Und so alt ist die Gestaltung des heutigen Marktplatzes nun auch wieder nicht.

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  • Sankt Galler am 16.05.2011 07:09 Report Diesen Beitrag melden

    Suberi Sach...

    Bravo St.Gallen! Am besten reissen wir auch gleich die hässlichen Kabel runter, die St.Gallen verunstalten seit die neue Weihnachtsbeleuchtung hochgemacht wurde. Schon mal überlegt, dass diese jedes Touristenfoto von unserer Altstadt zur Sau machen?

  • Christian Burri am 16.05.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Provinz?

    Provinz ist wenn man 36 Millionen verlocht ohne wirklichen Nutzen anstatt wirklich was zu investieren, und das St.Gallen das kann zeigt die Erdwärme. Die St. Galler sind keine Provinzler, sie lassen sich einfach nicht für doof verkaufen. Nur weil VCS, TCS und alle Cüpli-AG's und Politiker einen Konsens finden und sich dann beklatschen heisst dass nicht, das es breit abgestütz ist. Und viele Kröten verderben den Brei!! Bünzli-Provinz denken ist wenn man ein Calatrava nach Winkeln stellen will!!! Wir brauchen eine 2te Calatrava und nicht keine!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • t85sg am 16.05.2011 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechte Verlierer

    Jene, die jetzt gross rumheulen, sind diejenigen die bei einem Sieg des "Ja" mit Begriffen mit "Volkes Stimme", "Sieg der direkten Demokratie", etc. rumwerfen würden...Zur direkten Demokratie gehört auch, dass man Niederlagen akzeptiert und mit ihnen umgehen kann, und bei der nächsten Projektplanung nicht einfach schnell mit "Zückerlis" den Konsens sucht, und dabei vernachlässigt, dass die Markplatzlösung nur den Interessen von wenigen zugutekam. Hoffentlich passiert nun etwas nicht-typisch St.Gallerisches: Nämlich dass man aus einem Volksentscheid etwas konstruktives gestaltet...

  • Christian Burri am 16.05.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Provinz?

    Provinz ist wenn man 36 Millionen verlocht ohne wirklichen Nutzen anstatt wirklich was zu investieren, und das St.Gallen das kann zeigt die Erdwärme. Die St. Galler sind keine Provinzler, sie lassen sich einfach nicht für doof verkaufen. Nur weil VCS, TCS und alle Cüpli-AG's und Politiker einen Konsens finden und sich dann beklatschen heisst dass nicht, das es breit abgestütz ist. Und viele Kröten verderben den Brei!! Bünzli-Provinz denken ist wenn man ein Calatrava nach Winkeln stellen will!!! Wir brauchen eine 2te Calatrava und nicht keine!

    • St. Galler am 17.05.2011 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Calatrava,jetzt aber nicht im Ernst oder

      Ich habe es schon einmal gesagt, aber würde diese Halle nicht den Namen Calatrava tragen,würde keiner auch nur ein Wort darüber verlieren. Die Halle ist nicht schön, passt nicht in die Stadt und erfüllt nicht einmal seinen Zweck. Es regnet rein und dient den Alkis und Junkies als unterschlupft. Nur weil der so tolle Herr Calatrava das Ding designt hat, heisst das noch lange nicht, dass es auch zur Stadt passt und schön ist...

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  • Adrian P. am 16.05.2011 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache Anti - Die ewig Nein-Sager!

    Das traurige an der Geschichte ist, dass wiedereinmal Einzelinteressen eine Chance verbauen. Man hätte vieleicht die eine oder andere Kröte (Parkgarage, Markthalle oder Calatravahalle) schlucken müssen, dafür aber einen modernen, attraktiven und vor allem autofreien Marktplatz mit toller Begenungszone erhalten. Mit dem Nein wurde eine Chance verhindert, die den nächsten Generationen eine zukunftsgetreue Altstadt geboten hätte. So bleibt St. Gallen stehen und entwickelt sich im Gegensatz zu anderen Städten in der Schweiz zurück. Jetzt dauert es wieder ewig bis endlich was passiert! Vielen Dank!

  • Marco Sutter am 16.05.2011 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Schade, da führt die Stadt einen Architekturwettbewerb durch um verschiedene Ansätze zu vergleichen. Das Projekt ist umstritten und deshalb wird mit sämtlichen Interessensgruppen diskutiert und monatelang an einem Parkplatzkonses gearbeitet. Jeder muss Kompromisse eingehen, trotzdem kommt man schliesslich - überraschenderweise und nur durch unermüdlichen Einsatz des Stadtrates - zu einer Lösung welcher alle Beteiligten (ja sogar VCS und TCS) zustimmen. Und nun sagt das Volk doch nein dazu. Mich wundert es nicht mehr, wenn für viele halt eben die Schweiz doch schon in Winterthur aufhört.

  • Markus Böhi am 16.05.2011 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sanieren statt Neu ist kein Flickwerk

    Ich bin froh, dass es so ausgegangen ist. Das ganze war echt eine Mogelpackung - Markthalle viel grösser dargestellt als die Wirklichkeit - Markthalle ohne Atmosphäre, die ein Markt braucht - ÖV erfährt keine Verbesserung zu Stosszeiten - Sanierung reicht, braucht kein 35-Mio-Projekt - es entsteht ein leerer (zweigeteilter) Platz Ausserdem verhindert die Stadt eh alles, wie Palmen, Deko, Öffnungszeiten etc. und wieso sollen die Touristen kommen? Wegen eines "schönen" aber leeren Platzes? Mal darüber nachdenken bitte...und in andere Städte schauen (z.B. Konstanz)

    • Hans Müller am 16.05.2011 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Verstehe Ihre Argumentation nicht ganz

      Eine "einfache" Sanierung würde ebenfalls schnell ein paar Millionen kosten. Der Markt wurde in den letzten Jahren immer ein wenig "saniert". Eine, wie von Ihnen genannte Atmosphäre, besteht aber nicht. Es sind alte, heruntergekommene, zum Teils auch leerstehende Stände. Zudem standen die Märktler geschlossen hinter der Initiative. Diese wissen doch am besten was gut ist... Es wäre an der Zeit gewesen, dass endlich was passiert. Jetzt dauert es nochmals Jahre, bis aus dem Marktplatz etwas wird. Vieleicht wäre der neue Platz zu gewissen Zeiten ein wenig "leer", dafür aber Autofrei!

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