Thurgauer Steve Schild

23. August 2016 05:40; Akt: 23.08.2016 08:57 Print

Marsmensch beim Seilspringen in Skimontur

Steve Schild ist nicht nur der erste Schweizer, der auf den Mars will. Er bricht auch immer wieder Rekorde. Am Wochenende den im Ski-Seilspringen.

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Er bezeichnet sich als Rekordbrecher: Der 31-jährige Thurgauer Steve Schild, dessen Ziel es ist, im Jahr 2027 auf den Mars zu fliegen, um sich dort häuslich einzurichten und nie mehr zurückzukehren. Am Wochenende war es wieder so weit: Schild trat in der ARD-Sendung «Immer wieder sonntags» auf, wo er schon vor einem Jahr den Rekord im Bock-Springen gebrochen hatte.

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Diesen Sonntag galt es, in einer Minute mit einem Springseil mehr als 17 Sprünge durchzuführen. Allerdings kam noch erschwerend hinzu, dies in voller Skimontur zu absolvieren waren. Doch Schild schaffte auch das: ganze 22 Mal.

Dafür musste er jedoch viel üben. «Beim ersten Mal habe ich nur vier Sprünge in einer Minute geschafft», erzählt Schild. Er hatte den Sendungsmachern jedoch bereits zugesagt, dass er den Rekordversuch Mitte August in Angriff nehmen werde. «Also habe ich drei Monate lang täglich eine halbe Stunde geübt.» Denn es sei gar nicht so einfach, wie man sich das vorstelle. Um so stolzer ist er, dass der Rekord gemäss RID (Rekord-Institut für Deutschland) geglückt ist.

Rekord im Distanzrutschen

Der nächste Rekord-Streich folgt sogleich: Am 16. September wird Schild beim Rekordversuch «Vier Stunden Distanzrutschen mit Reifen» in Erding bei München teilnehmen. Während vier Stunden gilt es im Sechserteam mindestens 80 Mal eine Rutschbahn mit einem Schwimmreifen herunterzurutschen.

Das sei dann der letzte Rekord, den er für längere Zeit in Angriff nimmt. Denn im November soll Schild Vater werden. Die Schwangerschaft sei bislang problemlos verlaufen – bis letzten Freitag. Da rief ihn seine Corinna aus dem Spital an, das sie für eine Notfalluntersuchung aufgesucht hatte, weil sich das Kinden den ganzen Tag nicht bewegt hatte. Schild wollte den Rekordversuch schon absagen, doch dann kam Entwarnung von den Ärzten: Das Kind habe einfach ausgiebig geschlafen.
Wie das Kind heissen wird, will Schild noch nicht verraten. Doch mit dem Mars habe der Namen nichts zu tun.

Mars «one way»

Die Marsmission ist nach wie vor das Ziel von Schild. Inzwischen ist er in den Top 100 der Kandidaten. Diese sind derzeit mit Selbststudium von mehreren hundert Seiten technischer Dokumente beschäftigt, wo es zum Beispiel um die Nahrungsmittelproduktion auf dem Mars geht. In den nächsten zwei Jahren werden zwölf Männer und zwölf Frauen ausgesucht, um sich für die Marsmission vorzubereiten. Ab 2027 sollen alle zwei Jahre vier Personen auf den Mars transportiert werden, um dort eine Art Zivilisation aufzubauen. Eine Rückkehr vom Mars ist nicht geplant.

(jeb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 23.08.2016 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Wie kann man sich nur derart zum öffentlichen Hampelmann machen und es selber nicht merken? Sagt ihm denn niemand, dass er nur ein Clown im Mars-Umzug ist?

  • Rolf am 23.08.2016 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Mal sehen wie wichtig für ihn der Mars noch ist, wenn das Kind erst einmal auf der Welt ist.

  • Tom Gasser am 23.08.2016 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gaga

    Perfekt! Auf dem Mars ist Skihüpfen olympisch!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • P.H. am 23.08.2016 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wissemschaftler

    Auf den Mond und zur ISS schickt und schickte man stets Ingenieure, Wissenschaftler und Kampfpiloten, aber für auf den Mars macht man ein Casting und nimmt einfach so wasman kriegen kann. Wer das nicht durchschaut ist vielleicht gar nicht mündig es selbst auch zu entscheiden.

  • Raggii am 23.08.2016 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Familie?

    Es wundert mich ja schon, dass einer, der in knapp 10 Jahren auf den Mars fliegen will jetzt noch entschieden hat Vater zu werden. Was mich jedoch noch mehr wundert ist, dass er eine Frau findet, die mit ihm eine Familie gründen will, auch wenn sie weiss, dass er in 10 Jahren eventuell nicht mehr hier ist. Das Kind muss sie dann alleine weiter grossziehen und Alimente wird er vom Mars aus kaum überweisen.

    • Ralphi am 23.08.2016 07:39 Report Diesen Beitrag melden

      Chance

      Die Chance ist bei 2.5%, bei der heutigen Scheiderate zu vernachlässigen.

    • Raggii am 23.08.2016 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ralphi

      Er ist in den Top100, wovon 12 Männer und 12 Frauen ausgesucht werden. Die Chance steht also bei 24%, mal angenommen, dass der Männer- und Frauenanteil in den Top100 gleich ist. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man getrennt lebt oder ob einer der Partner auf den Mars fliegt.

    einklappen einklappen
  • Raggii am 23.08.2016 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    "Rekordbrecher"

    Wenn man wirklich ein richtiges Multitalent ist, könnte man ja einen Rekord brechen, an dem sich schon einige versucht haben aber gescheitert sind, anstatt solch einen Bieridee-Rekord zu brechen. Dann käme vielleicht auch etwas mehr Anerkennung.

  • Alex am 23.08.2016 07:19 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Wie kann man sich nur derart zum öffentlichen Hampelmann machen und es selber nicht merken? Sagt ihm denn niemand, dass er nur ein Clown im Mars-Umzug ist?

  • Tom Gasser am 23.08.2016 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gaga

    Perfekt! Auf dem Mars ist Skihüpfen olympisch!!