Egnach TG

13. November 2019 13:00; Akt: 13.11.2019 13:00 Print

Millionenschaden mit Sozialstunden begleichen

Die Staatsanwaltschaft erliess gegen drei Jugendliche einen Strafbefehl. Sie sollen für den Grossbrand in der Tobi Seeobst AG verantwortlich sein.

Drei Jugendliche wurden nun per Strafbefehl wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst verurteilt.
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Am 16. März 2018 brannte in Egnach die Lagerhalle der Tobi Seeobst AG. Es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe. Gegen 30'000 im Freien gestapelte Kunststoffbehälter für die Lagerung von Äpfeln waren in Brand geraten. Danach griff das Feuer auf eine Kühlhalle mit Obst über.

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Die Jugendanwaltschaft eröffnete nach umfangreichen Ermittlungen der Kantonspolizei eine Strafuntersuchung gegen vier Jugendliche. Bereits kurz nach dem Brand ging die Polizei von Brandstiftung aus.

Üblicherweise finden solche Jugendstrafverfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie es am Mittwoch in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft heisst. Aufgrund des grossen öffentlichen Interesses hat sich die Jugendanwaltschaft entschieden, über den Verfahrensabschluss zu informieren. In der Mitteilung heisst es: «Drei Jugendliche wurden wegen fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst mit einem Strafbefehl verurteilt.» Die drei Jugendlichen sind zwischen 15 und 17 Jahre alt.

Die Polizei ging rasch von Brandstiftung aus.

Zu Sozialstunden verurteilt

Das Verfahren gegen einen Jugendlichen wurde eingestellt. Ihm
konnte eine Beteiligung nicht nachgewiesen werden. Die drei verurteilten Jugendlichen wurden mit einer Erziehungsstrafe nach Jugendstrafrecht bestraft.


Der Schaden des Brandes geht in den Millionenbereich. Video: SDA

Sie müssen zugunsten des öffentlichen Gemeinwohls Sozialstunden leisten. Die Strafbefehle sind noch nicht rechtskräftig.

(mig)