Studie

13. März 2011 16:07; Akt: 13.03.2011 16:12 Print

Mit Piepsern in den Kampf gegen Langeweile

von Simon Städeli - Forscher sagen dem langweiligen Schulunterricht in der Ostschweiz den Kampf an. Rund 150 Schüler werden dafür während drei Jahren mit Taschencomputern ausgerüstet.

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Der Schulunterricht in der Ostschweiz soll dank der Studie der Uni Konstanz und der PH Thurgau spannender werden.

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Einmal pro Schulwoche piepst das Gerät und stellt Fragen zum Schulunterricht. «Wie begeistert unterrichtet der Lehrer in dieser Stunde?», will der Taschencomputer zum Beispiel wissen. Rund 150 Neunjährige erhalten den Piepser im kommenden Herbst: «Wir wählen zufällig pro Klasse drei Schüler aus», sagt Studienleiter Thomas Götz. Dank der Studie soll die Langeweile ein für allemal aus den Schulen vertrieben werden. Das ist laut Götz auch bitter nötig: «Die Schüler langweilen sich heute eindeutig zu viel», so der Forscher. Ziel ist es, Unterrichtsmethoden zu finden, die bei den Schülern für positive Emotionen sorgen. «Kinder, die während dem Unterricht Angst verspüren, sich ärgern oder langweilen, lernen nämlich deutlich weniger», erklärt Götz.

Dank des Einblicks ins Gefühlsleben der Schüler hoffen die Uni Konstanz und die PH Thurgau, die perfekte Unterrichtsform entwickeln zu können. Der Schweizer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung lässt für die dreijährige Studie rund 258 000 Franken springen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anderer Lehrer am 15.03.2011 05:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld sind immer die Lehrer!

    Hinter der Studie stehen wohl irgendwelche "elitären" Eltern, welche die Schuld für womögliches Fehlverhalten oder mangelnde Leistung ihres Kindes zuerst bei der Lehrperson suchen, aber auf keinen Fall bei ihrem Kind selbst - und zuallerletzt bei sich selbst ...

  • Max am 13.03.2011 20:33 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot durch CH-Regierung veranlassen

    Für solche Forschungen sollte man kein Geld mehr zur Verfügung stellen.

  • Peter am 14.03.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ein pädagogisches Verbrechen

    Dieser Wahnsinn ist ein pädagogisches Verbrechen. Herr Götz wünsche ich ein Jahr Unterricht als Primalehrer an einer Thurgauer Schule. Wenn sein Unterricht dann wirklich so interessant sein sollte, kann er ja bleiben. Ansonsten sollte man mit diesem Götzen so verfahren, wie das schon Gallus gemacht hat.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anderer Lehrer am 15.03.2011 05:24 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld sind immer die Lehrer!

    Hinter der Studie stehen wohl irgendwelche "elitären" Eltern, welche die Schuld für womögliches Fehlverhalten oder mangelnde Leistung ihres Kindes zuerst bei der Lehrperson suchen, aber auf keinen Fall bei ihrem Kind selbst - und zuallerletzt bei sich selbst ...

  • Lehrer am 14.03.2011 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine schwachsinnige Studie ...

    Schule geben ist keine Casting Show für Lehrer, die vor den Schülern den Hampelmann spielen, sondern ein Ort, an dem Schüler ihr fachliches und soziales Rüstzeug für das spätere Leben bekommen sollen. Am (selbständigen) Lernen kommt da also keiner vorbei, und die primäre Aufgabe des Lehrers ist die Vermittlung des Stoffes. Das ist halt nicht immer spassig und "voll geil", sondern oft auch (mehr oder weniger langweilige) Knochenarbeit.

  • selt sam am 14.03.2011 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Positive Emotionen

    ...das Ziel sind positive Emotionen... ja denn das spätere Leben besteht ja auch nur aus diesen ! Wir erweisen den Schülern hiermit einen Bärendienst. Passt nahtlos in die Verweichlichung der Gesellschaft!

  • Peter am 14.03.2011 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ein pädagogisches Verbrechen

    Dieser Wahnsinn ist ein pädagogisches Verbrechen. Herr Götz wünsche ich ein Jahr Unterricht als Primalehrer an einer Thurgauer Schule. Wenn sein Unterricht dann wirklich so interessant sein sollte, kann er ja bleiben. Ansonsten sollte man mit diesem Götzen so verfahren, wie das schon Gallus gemacht hat.

  • Daniel am 14.03.2011 01:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kleinere Klassen = keine Langeweile

    Unsere Volksschulen haben inzwischen ein Niveau errreicht, welches nicht mehr lernfördernd ist. Kleinere Klassen = keine Langeweile = Mehr Gelernt. Ohne irgendwelche Gadgets zu benutzen. Tipp um 258000 Franken zu sparen. Macht die Umfragen doch auf ganz gewöhnlichem Papier!

    • Marianne Meier am 14.03.2011 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      Es wäre einfach zu lösen..

      Ja dieser Meinung bin ich auch. Aber nein das geht doch nicht.. Das ist ja viel zu teuer.. bekommen wir dann zu hören. Dann liebe Kinder von Psychologen und was weiss ich was abklähren lassen weil sie nicht im Schema F sind. Oder wie jetzt Studien darüber erstellen ;-)

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