St. Gallen

06. Februar 2011 13:00; Akt: 06.02.2011 22:30 Print

Mittelmässiger Sommer für Kuhalpen

Im Sommer 2010 ist auf den St. Galler Kuhalpen weniger Milch und Käse als im Vorjahr produziert worden. Grund dafür waren das nicht ideale Wetter und die deswegen kürzere Alpzeit.

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Insgesamt verbrachten 2795 Milchkühe den letzten Sommer auf den 41 Kuhalpen im Sarganserland, Werdenberg und Rheintal, gleich viele wie 2009. Mit 2,81 Mio. Kilogramm gaben sie gegenüber dem Vorjahr aber 170'000 Kilogramm weniger Milch, wie einer Mitteilung des Landwirtschaftlichen Zentrums St. Gallen in Salez zu entnehmen ist.

Für den Rückgang gab es mehrere Gründe. So war das erste Drittel des Alpsommers zu feucht, das zweite zu heiss und das dritte nass- kalt. Zudem waren mehrmals Unwetter und Schneefall zu verzeichnen. Dadurch sank die durchschnittliche Alpzeit um vier auf 97 Tage. Auch die tägliche Milchleistung pro Kuh sank leicht um 0,1 auf 10,4 Kilogramm.

Hoher Käseanteil im Kanton

Aus der Milch entstanden 224 000 Kilogramm Alpkäse, ein Minus von 17 000 Kilogramm. Auf den Sarganserländer, Werdenberger und Rheintaler Kuhalpen wurden somit wiederum über 90 Prozent des Alpkäses im Kanton St. Gallen hergestellt. Mit rekordhohen 19,67 von 20 möglichen Punkten wies er eine hervorragende Qualität auf.

Auch die Produktion von Alpbutter sank wegen schlechter Preise um 2500 auf noch 16 300 Kilogramm. Der Personalbestand auf den Alpen nahm um vier auf 107 Personen zu.

(sda)