Arbon TG

24. Juli 2019 04:52; Akt: 24.07.2019 04:52 Print

Molotow-Cocktail in Wohngebiet geworfen

Zwei junge Männer warfen kürzlich einen selbstgebastelten Molotowcocktail auf die Strasse. Ein empörter Anwohner filmt sie dabei und stellte das Video online. Die Polizei ermittelt.

Die Jugendlichen wurden bei ihrer Tat von einem Anwohner gefilmt. (Video: Leser-Reporter)
Zum Thema
Fehler gesehen?

«Kennt jemand diese kleinen Hobbygangster?!», fragt ein Facebook-User am Sonntag in einer Gemeinschaftsgruppe und postet dazu ein Video. Darauf erkennt man zwei junge Männer, die nachts in einem Wohngebiet in Arbon TG herumlaufen. Einer von ihnen wirft eine Flasche auf die Strasse. In der Folge flüchten die beiden. Der Filmende ist sich sicher: Es handelte sich dabei um einen Molotowcocktail.

«Beschädigt wurde glaub ich nichts, weil ihnen nicht klar war, dass das nicht mit jeder Alkohol-Flasche klappt», schreibt der Augenzeuge unter den Post. Gefunkt habe es aber trotzdem und der Boden sei voller Scherben gewesen.

«Ich hätte sie am Kragen gepackt»

Schnell drückt die User-Gemeinde im Kommentarfeld ihre Empörung aus: «Sind jetzt alle am Verblöden oder was?», fragt ein User. Eine Frau schreibt, sie hätte bei der Tat wohl nicht nur zugeschaut: «Ich wäre runter gegangen und hätte sie am Kragen gepackt, die Polizei angerufen oder gefragt wo sie wohnen, den Eltern übergeben und mitgeteilt, dass Anzeige folgt.» Auch ein Feuerwehrmann meldet sich zu dem Video und ärgert sich darüber, dass er genau wegen solchen Leuten ausrücken müsse.

Der Kantonspolizei Thurgau war der Vorfall nicht bekannt: «Niemand hat sich bei uns gemeldet,» sagt Kapo-Sprecher Andy Theler. Es komme immer wieder vor, dass sich involvierte Personen nicht bei der Polizei meldeten und man stattdessen über die Medien oder soziale Netzwerke von einem Ereignis erfahre. «Es ist wichtig, dass man, sobald man etwas Verdächtiges wahrnimmt, die 117 anruft. So kann die Kantonspolizei schnell eine Patrouille losschicken, um sich vor Ort ein Bild machen», so Theler.

Polizei ermittelt

Da man in dem Video eine gefährliche Situation sehe, werde die Polizei nun versuchen, die beiden Personen ausfindig zu machen. «Es handelt sich um einen waffenähnlichen Gegenstand, der die Sicherheit beeinträchtigt», erklärt Theler. Warum sich der Filmende bisher nicht bei der Polizei gemeldet hat, ist unklar. Gegenüber 20 Minuten bestätigte er am Dienstag den Vorfall, wollte aber öffentlich keine Stellung nehmen.

(viv)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ostschweizer am 24.07.2019 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    Arbon? Warum überrascht mich das nicht?

  • Wildheuer am 24.07.2019 07:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    merke Dir .....

    für viele Eltern ist es praktisch unmöglich geworden,ihre Sprösslinge unter Kontrolle zuhalten! So ab 8 bis 10 Jährige, entgleiten ihnen ! Wenn man einem Kind bis drei Jährig nicht die Regeln Moses beigebracht hat ,wird es eben später sehr schwierig!

  • Tamara am 24.07.2019 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kind der 80'er

    Ach waren das Zeiten. Zum Glück gab es in meiner Jugend noch keine Handys. Dafür kannte jeder jeden. Machte man einen Seich, so wussten das die Eltern sehr schnell. Aber heimlich filmen gab es damals nicht. Man musste noch zu seinen Taten stehen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ostschweizer am 24.07.2019 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja...

    Arbon? Warum überrascht mich das nicht?

  • Tamara am 24.07.2019 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Kind der 80'er

    Ach waren das Zeiten. Zum Glück gab es in meiner Jugend noch keine Handys. Dafür kannte jeder jeden. Machte man einen Seich, so wussten das die Eltern sehr schnell. Aber heimlich filmen gab es damals nicht. Man musste noch zu seinen Taten stehen

  • Snah am 24.07.2019 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süss..

    Wenn der empörte Anwohner gesehen hätte was wir vor 15 Jahren in unserer Jugend empörendes angestellt haben, würde er noch seinen Enkeln empört davon erzählen wenn das versuchte Feuerchen schon empörend auf ihn wirkt.

  • provoje am 24.07.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Hobbypolizist

    Da hat wohl wieder jemand Polizist/in gespielt. Jugendliche machen halt ''SEICH''. Allerdings finde ich die Aktion nicht gut oder sonst etwas. Es wird einfach wieder übertrieben.

  • pater007 am 24.07.2019 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch gehandelt

    Noch so eine üble Entwicklung in unserer Gesellschaft. Alles filmen und fotografieren und online stellen. Wie wärs mal mit Handeln oder zumindest gleich die Polizei rufen?