Glarus

14. Mai 2019 12:34; Akt: 14.05.2019 12:39 Print

Mutter hatte Drogen im Wert von 2,2 Mio. im Auto

Im Auto einer Glarnerin wurden bei einer Routinekontrolle knapp 24,5 Kilo Kokain gefunden. Der Marktwerkt dafür liegt bei rund 2,2 Mio. Franken.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Kürzlich machten Beamte der Bundespolizei Nordrhein-Westfalen (D) bei einer routinemässigen Autobahnkontrolle auf Höhe Mönchengladbach einen spektakulären Drogenfund: Im Auto einer Schweizerin stellten die Beamten 24,5 Kilogramm Kokain, verpackt in zwanzig Pakete, sicher. Wie die Bundespolizei mitteilte, war das Betäubungsmittel in einem Hohlraum unter dem Beifahrersitz versteckt.

Die Drogen haben laut Polizei einen Strassenverkaufswert von mehr als 1,2 Millionen Euro. Auf dem Schweizer Drogenmarkt, für den das Kokain wahrscheinlich bestimmt war, kostet das Gramm rund 90 Franken. Das würde einem Marktwert von rund 2,2 Millionen Franken entsprechen.

Frau drohen mehrere Jahre Haft

Gemäss Recherchen der «Glarner Nachrichten», soll es sich bei der mutmasslichen Drogenkurierin um eine zweifache Mutter aus dem Kanton Glarus handeln. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz ein und gab die Ermittlungen an das Zollfahndungsamt Essen (D) weiter. Zudem habe man die 39-Jährige in Untersuchungshaft gesteckt. Der Glarnerin droht nun eine mehrjährige Haftstrafe in Deutschland.

Um die Schweizer Wohnung der Frau zu durchsuchen, bedarf es ein Rechtshilfegesuch aus Deutschland. Gemäss der «Südostschweiz» wurde aber bisher weder bei der Glarner Staatsanwaltschaft noch der Kantonspolizei ein solches gestellt.

Beliebte Schmuggelroute

Die Bundespolizei Nordrhein-Westfalen kontrollierte nicht zufällige den Streckenabschnitt auf der A61, auf dem sie die Glarnerin anhielten. Wie mehrere Polizeimitteilungen aus der Vergangenheit zeigen, gab es auf dieser Route schon Dutzende grössere Drogenfunde. Dies, da Rauschgift häufig über diese Strecke aus den Niederlanden geschmuggelt wird.

90 Prozent der von Südamerika nach Europa geschmuggelten Drogen kommen per Frachtschiff. Besonders beliebt sind Bananenlieferungen. Dabei stehen Häfen wie Rotterdam, Antwerpen oder Hamburg ganz oben auf der Liste. Die Drogenfahnder wissen dies zwar, können aber nicht viel dagegen tun. Denn mit einem einzigen Frachter kommen 80’000 Bananenkartons, die kontrolliert werden müssten – eine unmögliche Aufgabe, zumal die kontrollierten Bananen danach entsorgt werden müssten.

Gemäss der Zeitung sollen niederländische Zöllner vergangenes Jahr rund 75 Tonnen Kokain sichergestellt haben – das sind 20 Tonnen mehr, als noch im Jahr 2017.

(juu)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Biltong am 14.05.2019 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einkalkulierter Verlust

    ... und die anderen 10 Autos mit der doppelten Menge sind in dieser Zeit am Ziel angekommen...

    einklappen einklappen
  • Cat's Eye am 14.05.2019 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rauche nicht, trinke nicht

    Wenn ich aus dem Ausland kontrollfrei zurückkomme denke ich manchmal spasshalber: "Man, jetzt hätte ich 50 Kilo Kokain mitnehmen können und mich mit 30 pensionieren lassen können." Hahahahaha

    einklappen einklappen
  • wealthyswiss am 14.05.2019 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glyphosat

    & Während man die Frau befragt über die 25Kg werden 2 Tonnen ins Land gespühlt. Legalisiert doch den Schwachsinn und konzentriert euch auf die, die unser Essen vergiften!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcel am 14.05.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    24.5

    24.5 Kilo? da hat sich wohl jemand einen schönen Abend gemacht

  • Wähler am 14.05.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlmöglichkeiten...

    Naja...Risiko ist das Eine...und Dämlichkeit das Andere...

  • Hmm am 14.05.2019 16:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur so ne Frage..

    Wieso steht da "Mutter" und nicht einfach "Frau" oder "Person"? Ich finde das ziemlich diskriminierend. Ich dachte eigentlich immer, dass die Nationalität nicht veröffentlicht wird, wenn es mit der Sache nichts zu tun hat.

  • Dumby am 14.05.2019 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwer verständlich

    Was wohl Menschen ausser der Aussicht auf Geld zu solchem bewegt?

  • Pierre am 14.05.2019 15:56 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder bei der äusserst

    drogenkurierfreundlichen Gesetzgebung in Europa. Da lobe ich mir Staaten, welche den Schmuggel harter Drogen nicht so locker sehen :-)

    • Herbi am 14.05.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

      Besser so

      Darum haben die z.B. USA oder Thailand auch kein Problem mit Drogen ;)

    einklappen einklappen