Sommerferien

16. Juli 2014 12:24; Akt: 16.07.2014 13:02 Print

Nach WM – Ostschweiz verreist Last Minute

Sommerzeit ist Ferienzeit. Nebst Badeferien am Mittelmeer sind Trips in die USA bei den Ostschweizern dieses Jahr hoch im Kurs.

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Rhodos gehört in diesem Jahr zu den liebsten Reisezielen der Ostschweizer. (Bild: Colourbox)

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Im Kanton St. Gallen und Thurgau haben vergangene Woche die Sommerferien begonnen. Für viele Ostschweizer heisst das: ab in den Süden. «Am beliebtesten sind in diesem Jahr die griechischen Inseln Kreta, Kos und Rhodos», sagt Julian Chan, Mediensprecher des Reisebüros Kuoni. Aber auch Zypern, die Balearen und die Türkei werden derzeit häufig gebucht.

Den Grund für Griechenlands Pole Position sieht Chan im guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die wirtschaftliche Lage vor Ort macht den Ostschweizer Touristen weniger Sorgen.
Schiffsreisen sind laut Chan ebenfalls gut gebucht.

Last Minute nimmt zu

Zunehmend werden auch wieder Last-Minute-Angebote gebucht. «Während der WM hat das stagniert, die Leute wollten lieber Fussball schauen», so Chan. Nach dem Ausscheiden der Schweiz hat man laut Chan bereits eine Wende gemerkt. Jetzt nach dem Ende der WM nehmen Last-Minute-Buchungen nochmals zu. «In den letzten zwei Wochen haben sich die Buchungen fast verdoppelt. Bei 70 Prozent davon ist der Abflugtermin noch in den nächsten zwei Wochen», so Chan.

Ebenfalls beliebte Reiseziele vor allem bei Familien und Pärchen sind laut Peter Kast, Filialleiter bei Globetrotter St. Gallen, die USA und Kanada. «Der tiefe Dollar-Kurs und die politisch stabile Lage machen diese Destinationen attraktiv», so Kast. Laut dem Reiseberater ist der Schweizer gerne mit dem eigenen Auto unterwegs und so wird oft vor Ort ein Auto oder Camper gemietet.

Bei den Carreisen sind nach wie vor die italienische Adria und Spanien beliebte Ziele. «Die Buchungen haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Vor allem Jugendliche bevorzugen Carreisen», so Isabel Obregon vom Reiseveranstalter Franz Dähler in Uzwil.

Nordafrika nicht gefragt

«Besonders schwierig hat es derzeit Ägypten», so Erich Tinner, Filialleiter beim Tui-Reisecenter in Frauenfeld. Bis auf einige Liebhaber des Landes werde die Destination wegen der negativen Schlagzeilen kaum gebucht. Auch Tunesien ist derzeit kaum gefragt. Das bestätigen auch die anderen angefragten Reisebüros.

Eine Wende könnte laut Kuoni-Sprecher Chan die Aufhebung der Reisewarnung für ägyptische Badeorte bewirken.

(taw)