Einbruchserie

10. Februar 2011 19:19; Akt: 10.02.2011 19:22 Print

Nationalrat Lukas Reimann auf Einbrecherjagd

von Marlene Kovacs - Der Wiler Nationalrat Lukas Reimann verfolgte gestern zwei Personen, die in sein Haus einbrechen wollten. Doch leider ohne Erfolg.

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Die mutmasslichen Einbrecher flüchteten in diese Richtung. Lukas Reimann folgte ihnen zu Fuss. (Bild: 20 Minuten/Marlene Kovacs)

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«Lukas Reimann spielte Katz und Maus mit einem ganzen Kleinbus voller rumänischer Einbrecher» war gestern Mittag auf dem Facebook-Profil des 28-jährigen Nationalrates zu lesen.

Denn kurz zuvor war der SVP-Mann auf Verbrecherjagd: Laut Reimann schellten gegen 11 Uhr ein Mann und eine Frau bei seinem Elternhaus in Wil an der Tür. «Sie fragten mich, ob eine andere Familie hier wohne», so Reimann. Als er verneinte, seien sie sofort wieder gegangen.

Da in den letzten Monaten schon mehrmals in Häuser des Quartiers eingebrochen wurde, wurde Reimann stutzig und rief die Polizei. Um die beiden aber nicht aus den Augen zu verlieren, hätte er sie zu Fuss verfolgt. «Einige hundert Meter weiter sind sie dann in einen hellen Kleinbus gestiegen», so Reimann. Im Bus hätten bereits ungefähr 10 Roma gesessen. «Die waren sicher auf Einbrechertour», so der Nationalrat.

Sein Verdacht ist nicht unbegründet: Denn gestern registrierte die Polizei zwei Fälle, wie Kapo-Sprecher Hans Peter Eugster bestätigt. Eugster kann sich einen Zusammenhang zwischen Reimanns Beobachtung und den Einbrüchen durchaus vorstellen. Geschnappt haben die ausgerückten Beamten gestern aber niemanden.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • FS am 10.02.2011 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    Lach...

    Mit seinem X-Ray-Nationalitätenblick hat er natürlich sofort erkannt was für eine Nationalität die Typen hatten...! Und natürlich muss man das der ganzen Welt "verzellen", dass sie an der Tür "schellten"... peinlicher Artikel...! Freue mich auf die Parodie von Giacobbo Müller ;-)!

    einklappen einklappen
  • Tristan Canaille am 10.02.2011 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Macher

    Der Herr Reimann, das ist doch der von der Schweizerischen Verkehrs Polizei (SVP) und die haben doch die schwarzen Schafe europaweit bekannt gemacht? Da müssen es natürlich unbedingt Romas sein, damit hat ja bereits Herr Sarkozy gepunktet. Die Welt ist doch so einfach...

  • Thomas am 11.02.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverliebt

    Wie kann man nur so selbstverliebt sein. Passt aber zu seiner Partei. Dort wimmelt es nur von so selbstverliebten "Retter des Landes"

Die neusten Leser-Kommentare

  • Selbstjustiz ist coll am 12.02.2011 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Waren dies Mitglieder der SVP bern?

    Aber sowas, das war doch nur ein Bus mit SVP Bern Mitgliedern. Die kommen sogar aus Azerbaidjan laut Tagesanzeiger. Und warum hat der Reimann nicht einfach die Pistole gezückt, Herr Fehr hätte dies ja wie der Chris VoN Rohr!?!

  • Mc Josef am 11.02.2011 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Durch diese hohle Gasse werden sie kommen.......

    Lukas Tell Reimann in der neusten Verfilmung des Schweizer Klassikers......

  • Thomas am 11.02.2011 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverliebt

    Wie kann man nur so selbstverliebt sein. Passt aber zu seiner Partei. Dort wimmelt es nur von so selbstverliebten "Retter des Landes"

  • aufmerksamer bürger am 11.02.2011 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Und was sagt uns das?

    gut, dass unsere politiker so viel zu tun haben (oder überhaupt einem beruf nachgehen), dass sie am heiterhellen tag zu hause anzutreffen sind!

  • Reto S. am 11.02.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo, Lukas Reimann, aber ...

    Es macht den Eindruck, dass der linke Flügel eine Dienstleistung abonniert hat, bei der sofort polarisierende Negativ-Kommentare angefügt werden, sobald das Kürzel SVP enthalten ist. Allgemein finde ich die Respektlosigkeit gegenüber einem Schweizer Nationalrat schon etwas speziell. Man sollte den identischen Bericht mit dem Namen eines SP Nationalrates publizieren und damit einen Blindversuch machen. Positiv bei diesem Bericht: Die Zivilcourage des Parlamentariers. Chapeaux! Kritisch: Dass er die Verfolgung im Alleingang vorgenommen und sich selbst dadurch in grosse Gefahr gebracht hat