St. Gallen

16. Februar 2011 15:16; Akt: 16.02.2011 17:57 Print

Notfallaufnahme wird erneuert

Der St. Galler Kantonsrat hat am Mittwoch der Erweiterung und der Anpassung der zentralen Notfallaufnahme (ZNA) des Kantonsspitals St. Gallen in erster Lesung zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf elf Millionen Franken.

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Das Parlament erachtet die rasche Erweiterung und Anpassung der ZNA als notwendig. Der zeitlich uneingeschränkte Bereitschafts- und Notfalldienst sei ein wichtiger Teil des Leistungsauftrags des Kantonsspitals, hielten verschiedene Redner fest.

Einzig die SVP wollte die «Pflästerlipolitik» bei der Spitalplanung nicht weiter unterstützen und lehnte die Vorlage ab. «Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, und so wird auch das Kantonsspital nicht an einem Tag fertig», sagte die Gesundheitschefin Heidi Hanselmann.

Der Rat trat mit 81 Ja zu 14 Nein auf die Vorlage ein. Aktuell versorgt die ZNA mit 21 Behandlungsplätzen jährlich 32 000 Patienten. Ein Behandlungsplatz ist jedoch nur auf 1000 Notfälle pro Jahr ausgerichtet.

Mittelfristig ist ein weiterer Anstieg auf 35'000 Patienten absehbar. Wegen dieser akuten Raumknappheit kann die ZNA seine Aufgaben nicht mehr adäquat erfüllen.

Das Raumangebot wird mit einem Neubau unmittelbar neben der bestehenden Notfallaufnahme erweitert. Damit können acht neue Behandlungsplätze und weitere Arbeitsräume geschaffen werden. Zudem wird die bestehende zentrale Notfallstation baulich angepasst. Der Beschluss des Kantonsrates untersteht dem fakultativen Referendum.

(sda)