Wegen AKW-GAU

22. März 2011 19:20; Akt: 24.03.2011 12:37 Print

Ostschweiz erlebt unerwarteten Öko-Boom

Die Telefone bei den Anbietern von Solarstromanlagen in der Ostschweiz laufen seit dem AKW-Drama in Japan heiss: Die Firmen werden mit Anfragen überhäuft.

Fehler gesehen?

Die Ostschweizer Anbieter von Solarstromanlagen haben derzeit alle Hände voll zu tun: «Seit Mitte März haben wir bis zu viermal mehr Anfragen pro Tag als normal», so Roland Buchreiter, zuständig für Verkauf und Beratung bei der Firma Lenz in Niederuzwil. Daniel Zotti, Inhaber der Zotti GmbH in St. Gallen, bestätigt: «In den letzten Tagen ist die Nachfrage nach Fotovoltaik-Anlagen sprunghaft angestiegen.»

Den Grund sieht Buchreiter beim GAU in Japan: Traurigerweise seien solche Katastrophen gute Werbung für erneuerbare Energien. «Nun wollen die Leute unabhängig sein von Stromanbietern und sich selbst versorgen können», so Buchreiter. Laut dem Fachmann reicht bereits eine Fotovoltaik-Anlage von 22 Quadratmetern Fläche, um einen Haushalt mit Strom zu versorgen.

Den Öko-Boom zu spüren bekommen auch die St. Galler Stadtwerke (SGSW). Nach dem AKW-GAU in Japan haben viele ihr Portfolio von Atomstrom zu Öko-Angeboten gewechselt: «Es sind rund 40 Bestellungen eingegangen», so Ueli Büchi, Leiter Verkauf der SGSW. «Normalerweise wären es eine bis zwei gewesen.»

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 22.03.2011 22:20 Report Diesen Beitrag melden

    Solarzellen = Umweltverschmutzung

    Es werden pro Solarpanel 5 Tonnen Chemieabfälle produziert und die Energie für die Produktion kommt aus den Atomkraftwerken... keine gute Alternative.

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  • Andreas am 22.03.2011 20:34 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich gut, aber...

    Ich finde es gut, dass die Leute erneuerbare Energien in Betracht ziehen. Allerdings glaube ich, dass der Effekt sehr schnell wieder nachlassen wird, sobald in Japan auch der letzte Reaktorblock wieder anständig gekühlt wird.

  • Daniel Düsentrieb am 22.03.2011 21:25 Report Diesen Beitrag melden

    und die graue Energie??

    Wie lange muss ein Solarpanel und die zugehörige Elektronik arbeiten, bis nur die Energie für ihre Herstellung herausgeholt ist? Das wird einfach immer unterschlagen. Die Anlage wird vorher kaputt sein. Die Energieverschwendung ist das eigentliche Problem.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • hauser am 24.03.2011 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    weltmeere trocken legen

    ... und als nächstes soll man die Meere auspumpen wegen tsunami gefahr...

  • Biologe am 23.03.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Energie-Bewertung

    Solar bringt gar nichts, es gibt etwas über dem, was die Solarpanele an Energie für für Herstellung brauchen. Im Winter, auch im Nebel oder bei schlechtem Wetter gibt praktisch kein Strom. Das ist was für die Wüste aber nicht bei uns. Bei uns kann nur Wasserkraft oder Wind etwas bringen, denn da wird 24 Stunden täglich produziert und nicht nur bei sehr gutem Wetter über Mittag voll, am Morgen und Nachmittags ein wernig und nachts gar nichts.

  • Papierlischweizer am 23.03.2011 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Für alle Unverbesserlichen

    Planet Erde trifft Planet Mars. Mars zu Erde: Siehst aber schlecht aus. Erde zu Mars: Stimmt auch, habe mir Homo sapiens aufgelesen. Mars zu Erde: Mach dir mal keine Sorgen, das verschwindet von alleine wieder.

  • Felix am 23.03.2011 06:09 Report Diesen Beitrag melden

    AKW vs Kollektoren

    Genau so: die grosse Nachfrage erhöht die Preise - dann kann es sich nicht mehr jeder leisten und die AKS bleiben... Und wie reagieren die Baubehörden auf Gescuhe zu rInstallation von Kollektoren? und dann noch der Heimatschutz von wegen 'passt icht ins Ortsbild' und solchen Mist. Gut gibt es AKW! Abstellen dan wenn Zweckorganisatinen normal geworden sind.

  • Solar Power am 22.03.2011 23:11 Report Diesen Beitrag melden

    22 qm pro Familie - man Rechne!!!

    Auf jedes Hausdach Solarpannels und unsere AKWs sind total Ueberflüssig.

    • Fanky-Solar am 23.03.2011 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      kanpp daneben....

      Das ist leider nicht ganz richtig... aber falls die Industriedächer und landwirtschaftlichen Dächer noch benutz werden, kommt es ungefähr hin... pro 1000kWh werden etwa 1kWp Leistung benötig, dies braucht etwa 7-8 mm2 = verbrauch von 5000kWh im JAhr= 35-40m2=

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