Frauenfeld

14. Dezember 2009 23:30; Akt: 14.12.2009 23:30 Print

Papageien-Stationen sind hoffnungslos überfüllt

von Mario Bozicevic - Weil nach neuem Gesetz Papageien zu zweit gehalten werden müssen, wollen viele ihre Tiere in Auffangstationen abgeben. Doch diese haben keinen Platz mehr.

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Cathrin Zimmermann kümmert sich um heimatlose Papageien. (Julia Fischer)

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«Wir sind komplett überfüllt und bekommen trotzdem täglich Anfragen», sagt Cathrin Zimmermann von der Papageienauffangstation (APS) in Matzingen. Wenn möglich versucht sie die Tiere an Private zu vermitteln – nicht immer mit Erfolg.

Grund für den Ansturm ist das seit September geltende neue Tierhaltegesetz. Dieses besagt, dass exotische Vögel nur noch als Pärchen gehalten werden dürfen. Zudem wurde bei Grosspapageien und Kakadus die Mindestgrösse des Geheges auf 30 Kubikmeter erhöht. Viele Halter haben aber keinen Platz oder kein Geld dafür und müssen ihre Tiere deshalb abgeben.

Dies spürt auch Marcel Jung vom Papageienhof in Dicken. «Ich habe bereits 200 Tiere, brauche aber immer noch mehr Platz», so Jung. Er wie auch Zimmermann planen deshalb einen Ausbau ihrer Anlagen. Dass die Leute die Papageien abgeben, findet Jung aber gut: «Ich kann sie wenigstens artgerecht halten.» Das neue Gesetz geht ihm aber nicht weit genug. «Ein Papagei gehört nun mal in die Natur und nicht in den Käfig», so Jung. Dieser Meinung ist auch Christine Zehnder, Präsidentin der APS: «Die 30 Kubikmeter Gehege sind ein Witz. Für einen Ara sind das bloss zwei Flügelschläge.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marc am 15.12.2009 02:46 Report Diesen Beitrag melden

    Aussiedlung

    Ich lebe in Brasilien. gaebe es nicht die Moeglichkeit, diese Tiere hier wieder auszusiedeln? Wuerde dabei gerne helfen....

  • Marina am 14.12.2009 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    was für ein Gesetz

    Wie wärs mit einem Link zu diesen neuen Gesetzen? Damit sich Tierhalter das mal durchsehen können? Danke.

  • robert heim am 15.12.2009 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    diese probleme

    wohl lässt sich leben in eurem land, das sich mit solchen problemen herum schlagen muss.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Egger am 09.04.2010 00:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben unser Papagei 40 Jahre

    er ist nie alleine und fühlt sich wohl. und lebt mit uns schon 40 jahre er mag schmussen,und ist immer noch verspielt und peifft schön. Er ist ein glückliche Papagei

  • Fritz Imhof am 19.12.2009 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann genügt es.....

    Allem und jedem wird Asyl angeboten!Ist die Schweiz eine Art Arche Noah?

  • chantal am 16.12.2009 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    viel gerede - aber wieso nicht selber

    helfen? ich finde es schön, habt ihr euch alle den bericht durchgelesen und eure meinung kundgetan - und wie wäre es jetzt, wenn ihr noch etwas gutes tut und eine patenschaft für einen solchen papagei übernehmt? denn diese papageien sind nun mal hier - ausgesucht haben sie es sich ja nicht. aber sie sind hier und brauchen hilfe. ich bin selber patin eines papageis auf dem papageienhof. schaut rein und gebt euch einen ruck, schliesslich ist bald weihnachten:

  • robert heim am 15.12.2009 17:09 Report Diesen Beitrag melden

    diese probleme

    wohl lässt sich leben in eurem land, das sich mit solchen problemen herum schlagen muss.

  • josef furrer am 15.12.2009 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    tiere

    dann gehören die zoos und cirkus auch abgeschafft.das ist auch quäellerei