Linthgebiet

18. Oktober 2018 05:42; Akt: 18.10.2018 05:42 Print

Polizei nimmt über 2,5 Millionen mit Blitzern ein

Seit Anfang Jahr wurden im Linthgebiet über 30'000 Autofahrer geblitzt. Das brachte der Polizei über 2,5 Millionen Franken ein. Gerade in Eschenbach werde zu oft geblitzt, moniert ein Anwohner.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Blick auf die Liste der Standorte der semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen der Kantonspolizei St. Gallen zeigt, dass derzeit zwei Blitzer in der Gemeinde Eschenbach stehen: Einer in Goldingen an der Bürgstrasse, der andere in St. Gallenkappel an der Rickenstrasse. Sehr zum Ärger von Eschenbacher Ruedi Faisst. «Im Kanton gibt es 77 Gemeinden und die Polizei verfügt über neun solcher Anlagen. Seit neun Monaten werden wir in Eschenbach fast durchgehend von mindestens einer solchen Raubritter-Blechkiste beglückt», so Faisst zur «Linth-Zeitung». Seiner Meinung nach dürfe nun ruhig einmal eine andere Gemeinde den Vorzug erhalten.

Umfrage
Wurden Sie auch schon geblitzt?

Politisches Machtwort gefordert

Faisst studierte die Website der Kantonspolizei St. Gallen und verglich die Standorte der Blitzer über die Zeit. Sein Ergebnis: An zehn verschiedenen Stellen in der Gemeinde Eschenbach standen seit Anfang 2018 Blitzer, an zwei Stellen sogar zwei Mal. Für ihn ist klar, dass das eine einseitige «Bevorzugtbehandlung» der Gemeinde ist und er findet, dass das aufhören muss. Er hält sogar ein politisches Machtwort für angezeigt.

Zudem seien die Anlagen oft an Stellen plaziert, an denen man schnell einmal ein paar Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho habe. Etwa, weil die Strasse abfallend ist oder am Ortseingang, wenn Lenker von 80 km/h auf 50 km/h abbremsen müssen. An anderen Stellen wie etwa bei Schulen, wo Blitzer seiner Meinung nach sinnvoller wären, seien nur dreimal Blitzer postiert worden. Er habe auch generell nichts gegen die Radargeräte, verstehe aber nicht, warum sie so oft in Eschenbach stehen müssen. Hier wolle man offenbar nur Geld machen.

Unfallstatistik als Grund

Laut Gian Andrea Rezzoli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, orientiert sich die Polizei beim Aufstellen der Geschwindigkeitsanlagen an Verkehrsachsen, nicht an betroffenen Gemeinden. Und Eschenbach sei eben eine grosse Gemeinde mit wichtigen Verkehrsachsen.

Auch die Unfallstatistik spreche dafür, in Eschenbach regelmässig Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. «Letztes Jahr registrierten wir auf dem Gemeindegebiet 43 Unfälle, davon zwölf mit Personenschaden», so Rezzoli.

(taw)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Gutermann am 18.10.2018 06:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unfallstatistik

    Selten so gelacht!! Es ist erwiesen liebe Polizei das Ihr ein Budget habt und dieses erfüllen sollt. Allso werden die Blitzer nicht an Unfallschwerpunkten platziert, sondern genau dort wo die Kasse klingelt. Wurde mit Statistiken bewiesen. Leider sagt die Politik zu wenig den es gibt ja Geld!!

    einklappen einklappen
  • TheRealSchnauz am 18.10.2018 06:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    peinlich

    Toll. Aber wenns gefährlich wird ist die Polizei nirgends. Geht nur noch ums Geld eintreiben.

    einklappen einklappen
  • Zweier Golf am 18.10.2018 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das bringt halt schon viel also Geld

    ja ja die Blitzer werden nur dort hingestellt wo es gefährlich ist. So zum Beispiel der Blitzer vor dem Leimerntunel in Spiez 200 Meter nach dem Wechsel von 100 auf 80 Kmh steht der blitzer wenn überhaupt 200m sind. Lässt man also nach der 100er Tafel von 100 auf 80 ausrollen Zack Foto. Ebenfalls steht er nur dann wenn viele Touristen und co. unterwegs sind wie zb. am Lauberhornrennen Wochenende

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kurt am 18.10.2018 20:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Maroder Kanton

    Alles nur für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer.

  • eschenbacherin am 18.10.2018 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    typisch bünzli

    immer wieder der selbe nörgler! wenn man sich an die geschwindigkeit hält wird man auch nicht geblitzt und dann ist es auch egal wo und wie viele blitzer aufgestellt sind.

  • roger am 18.10.2018 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Mir sind die vielen freiwilligen

    Spender sympatisch. Die sorgen dafür, dass die Steuern nicht angehoben werden mit ihren Zuwendungen an den Staat. Danke dafür.

  • Tom - Bern am 18.10.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde es klasse

    Man muss dies nur einmal rein objektiv betrachten. Wenn so viele bei einer Geschwindigkeitskontrolle erwischt beweist es doch, dass diese Kontrollen notwendig sind. Jeder von denen, die sich beklagen, haben es selbst im Fuss. Fahrt einfach ein paar wenige Stundenkilometer langsamer und ihr werdet nicht geblitzt. Und wirklich später an, kommt ihr deswegen auch nicht. Ich fahre sicherlich auch nicht fehlerfrei, aber wenn ich geblitzt werde, weiss ich ganz genau wer die Schuld daran trägt. Nicht die Polizei, die mich gerade geblitzt hat, sondern alleine ich, da ich zu schnell gefahren bin.

  • Schweizer am 18.10.2018 14:36 Report Diesen Beitrag melden

    Tempo einhalten,

    Tempo einhalten, oder einfach früher los fahren um am Ziel früh genug anzukommen.