St. Gallen

07. Juni 2011 19:42; Akt: 07.06.2011 19:45 Print

Polizist (32) war der «Maulwurf»

Der «Maulwurf» bei der Kantonspolizei St. Gallen ist überführt: Ein 32-jähriger Beamter hat gestanden, Polizeibilder herausgegeben zu haben, die tags darauf im «Blick» erschienen sind.

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Wie die St. Galler Staatsanwaltschaft gestern mitteilte, hatte ein Privatdetektiv im Auftrag der Zeitung die Bilder besorgt. Diese zeigen zwei Taxifahrer, die verdächtigt wurden, weibliche Fahrgäste sexuell misshandelt zu haben. Der Privatdetektiv – ein ehemaliger Polizist – gab an, er habe ein weiteres mutmassliches Opfer gefunden, worauf ihm der Beamte die Bilder aushändigte. Stattdessen landeten die Fotos gegen ein Honorar beim «Blick». Wie der erste Staatsanwalt Thomas Hans­jakob bestätigt, läuft ein Verfahren gegen den Polizisten, den Privatdetektiv und den «Blick»-Reporter.

Der Polizist und der Privatdetektiv sind geständig. Der Polizist hat nun gekündigt: «Die Existenz des Mannes ­wurde wegen zwei Bildern ­zerstört», sagt Hansjakob. Der Reporter verweigert die Aus­sage.

(eli/20 Minuten)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. W. am 08.06.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Why not?

    Warum werden die Bilder der Täter nicht veröffentlicht? In den USA werden sogar die Adressen und Namen genannt! Klar das gienge dann auch mir zu weit. Wenn aber ein Täter im Vorfeld weiss, dass sein Bild veröffentlicht werden könnte, dann würde ihn dies eventuell auch noch zusätzlich etwas mehr abschrecken als unsere milden Sanktionen der Gerichte... (ausser man ist Autofahrer.. ;) )

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  • Schweizer am 08.06.2011 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wie üblich, Täterschutz

    Hier wird wieder Täter- statt Opferschutz betrieben. Jeder Verbrecher gehört sofort mit Bild und Namen in die Medien, denn das Volk hat ein Recht darauf. Wir wollen wissen, welche Verbrecher hier sind.

  • Publizisst am 07.06.2011 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    nicht ablenken von der Hauptaufgabe

    Die Täter müssen bestraft werden, nicht die nur am Rande Beteiligten. Ohne die Taten der Täter wäre es gar nicht möglich, Täterbilder zu verbreiten. Die Täter sind an allem schuld.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 08.06.2011 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wie üblich, Täterschutz

    Hier wird wieder Täter- statt Opferschutz betrieben. Jeder Verbrecher gehört sofort mit Bild und Namen in die Medien, denn das Volk hat ein Recht darauf. Wir wollen wissen, welche Verbrecher hier sind.

  • M. W. am 08.06.2011 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Why not?

    Warum werden die Bilder der Täter nicht veröffentlicht? In den USA werden sogar die Adressen und Namen genannt! Klar das gienge dann auch mir zu weit. Wenn aber ein Täter im Vorfeld weiss, dass sein Bild veröffentlicht werden könnte, dann würde ihn dies eventuell auch noch zusätzlich etwas mehr abschrecken als unsere milden Sanktionen der Gerichte... (ausser man ist Autofahrer.. ;) )

    • Pozilei am 08.06.2011 11:03 Report Diesen Beitrag melden

      Der auf dem Maulwurfbild...

      ...war nicht der gesuchte Täter. Wegen sowas ist nun sein Ruf zerstört, sein Job wohl auch und wer kommt dafür auf? Wahrscheinlich niemand denn Opfern tut man nicht helfen. Nur Tätern.

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  • Publizisst am 07.06.2011 22:01 Report Diesen Beitrag melden

    nicht ablenken von der Hauptaufgabe

    Die Täter müssen bestraft werden, nicht die nur am Rande Beteiligten. Ohne die Taten der Täter wäre es gar nicht möglich, Täterbilder zu verbreiten. Die Täter sind an allem schuld.

    • Hampi am 08.06.2011 06:55 Report Diesen Beitrag melden

      Aber............

      Aber Maulwürfe sind schuld, wenn unschuldige vorverurteilt werden! ist genau so eine Sauerei - und das wegen eines Honorars!!

    • piotr am 08.06.2011 08:22 Report Diesen Beitrag melden

      Täter

      Wenn sie denn Täter sind........ Bilder von Verdächtigen gehören nicht in die Öffentlichkeit, solange der Verdacht nicht bestätigt ist oder man nach ihnen sucht.

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