157 statt 80 km/h

14. Oktober 2019 12:14; Akt: 14.10.2019 12:14 Print

Porschefahrer rast, um Kinder im Auto zu erfreuen

Das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden hat kürzlich einen Porschefahrer verurteilt. Er war ausserorts mit 157 km/h unterwegs.

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Der Beschuldigte, ein heute 47-jähriger Mann, ist einschlägig vorbestraft. Am 6. April diesen Jahres wurde er mit seinem Porsche auf der Urnäscherstrasse zwischen Waldstatt AR und Urnäsch mit über 157 km/h geblitzt, wie die «Appenzeller Zeitung» schreibt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h überschritt er dabei um rechtlich relevante 77 Kilometer pro Stunde.

Kürzlich musste er sich dafür vor dem Ausserrhoder Kantonsgericht verantworten. Die Verhandlung fand im abgekürzten Verfahren statt. Vor Gericht erklärte der Mann, er sei an jenem Tag an einem Geburtstagsfest gewesen. Im Zuge dessen habe er Kinder und einen 17-Jährigen im Rollstuhl mit auf eine Spritztour genommen. Er habe seinem Beifahrer eine Freude bereiten wollen. Er gab also Gas und verlangsamte dann gleich wieder. Die hohe Geschwindigkeit sei ihm dabei gar nicht aufgefallen, wie ihn die Zeitung zitiert.

Porsche hat er nicht mehr

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Hinzu kommt eine Busse in Höhe von 10'000 Franken. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Seinen Fahrausweis musste er bereits an jenem Tag abgeben, an dem er geblitzt wurde. Ein Administrativverfahren entscheidet darüber, wann er ihn wieder erhält.

Den Porsche, der kurz eingezogen wurde, hat er inzwischen verkauft. Der Gerichtspräsident wollte wissen, was er aktuell fahre. Nichts, so seine Antwort. Er habe sich aber einen Volvo gekauft.

(taw)