Kanton Graubünden

21. August 2019 15:36; Akt: 21.08.2019 15:48 Print

448 Rehkitze durch Drohnen vor Tod gerettet

In Graubünden waren dieses Frühjahr erstmals grossflächig Drohnen mit Wärmebildkameras unterwegs. Hunderte Rehkitze konnten so gerettet werden.

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Gut versteckt zwischen den hohen Halmen drücken sich die Rehkitze auf den Boden, wenn der Mähdrescher naht. Keine Chance für Landwirte, die jungen Rehe rechtzeitig zu sehen. Auch beim Absuchen der Fläche mit Menschenketten vor der Maht werden immer wieder Kitze übersehen. Abhilfe schaffen sollen Drohnen mit Wärmebildkameras, die Weiden und Wiesen aus der Vogelperspektive absuchen.

In Graubünden war der grossflächige Einsatz solcher Drohnen ein Erfolg, wie das Amt für Jagd und Fischerei am Mittwoch mitteilte. Bei rund 1100 Einsätzen konnten dank Drohnen fast 450 neugeborene Rehe vor dem möglichen Tod durch Mähdrescher gerettet werden. Das Projekt soll im nächsten Jahr deshalb auf weitere Regionen ausgedehnt und entsprechend mit weiteren Drohnen aufgestockt werden.

Immer wie mehr Rehkitze werden gerettet

Wildhüter und die zuständigen Fachleute der diversen beteiligten Sektionen des Bündner Kantonalen Patentjäger-Verbands (BKPJV) gehen davon aus, dass sich der Erfolg beim Auffinden von Rehkitzen vervielfacht hat. Nach ersten erfolgreichen Versuchen 2018 im Unterengadin wurden für die Suchkampagne dieses Frühjahr 19 Drohnen angeschafft und 150 Piloten ausgebildet. Die Einsätze wurden von der zuständigen Sektion des BKPJV, dem jeweiligen Wildhüter und dem Landwirt koordiniert. Auch in anderen Regionen in der Schweiz setzen Jäger auf Drohnen, um neugeborene Rehe aufzuspüren. In Appenzell Innerrhoden wurden im Frühjahr innert einer Woche fast 60 Rehkitze gerettet.

Die Suchmethode mit Drohnen soll aber nur als Ergänzung dienen, nicht als Ersatz für das bisherige Vorgehen, hiess es weiter. Bislang setzen Landwirte und Jägerschaft auf das Suchen mit Menschenketten, das Aufstellen von Scheuchen und den Einsatz von Duftstoffen.

(mig/sda/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uschle am 21.08.2019 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rehkitz

    Dass sind schöne News. Danke den Helfer mit den Drohnen und die Bauern das Sie die Drohnen auch benutzen, Den kleinen Rehkitzen wünsche ich ein schönes langes Leben. Schön so was zu lesen.

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  • Frosch am 21.08.2019 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Drohnen für den guten Zweck

    tolle Sache und endlich werden die Drohnen für einen guten Zweck eingesetzt. Danke an alle, die das machen. Das nenne ich Tierschutz.

  • Gaby Beck am 21.08.2019 15:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Das ist mal eine sinnvolle Sache, vielen Dank für diese Rettung, weiter so

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nick am 24.08.2019 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    .. und ohne Drohnen...

    ... muss das jeweils ein fürchterliches Gemetzel gewesen sein!

  • Schlemmer am 22.08.2019 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    fein

    Sehr gute News, vor allem weil bald wieder Wildsaison ist :P

  • cornlia benz am 22.08.2019 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leben schützen ist Pflicht

    der bund solle ein gesetz erlassen, dass er eine pflicht ist vor dem mähen die rehkitze mit einer drohne zu suchen. wer das macht sollte auch mit geldernvom bund unterstützt werden. andere sollte man büssen.

  • bert sollermann am 22.08.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    so schöne tiere

    Danke an all die Retter, die das aus Liebe zum Tier machen. Die das nicht befürworten, können ruhig bei einem Unfall ums Leben kommen wie.

  • Mensch am 22.08.2019 01:37 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Lesenswert

    Geld und Zeitverschwendung Nicht gut für die Wirtschaft Bedeutungslos dank humaner Artenbestandregulation

    • nina am 22.08.2019 07:47 Report Diesen Beitrag melden

      ursache

      der mensch nutzt die felder für sich, also nehmen wir den rehen sozusagen immer mehr raum fürs leben. also können wir immerhin schauen, das wir sie nicht zusätzlich schreddern.

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