Glamour-Hochzeit

19. Februar 2019 18:22; Akt: 20.02.2019 08:07 Print

Allein die Einladung kostet eine Million Franken

Am Wochenende findet in St. Moritz ein Fest der Superlative statt. Der Sohn des reichsten Mannes Asiens will heiraten – und lässt sich nicht lumpen.

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Akash Ambani, Sohn des Multimilliardärs Mukesh Ambani, und Shloka Mehta, Tochter des Diamantenunternehmers Russell Mehta, wollen sich das Jawort geben. Beide kommen aus schwerreichen Familien. Ihre Freunde verteilen sich über den ganzen Globus. Und da die Schweizer Bergwelt in Indien besonders beliebt ist, ist es kein Wunder, dass sich das indische Paar das glamouröse St. Moritz als Austragungsort für den Polterabend aussuchte.

Rund 850 Gäste werden bei der Mega-Sause vom 23. bis 25. Februar erwartet. Gemäss «Südostschweiz» soll ein riesiges Zelt bei der Zirkuswiese nur eine der Locations sein. Auch soll eine Art Chilbi für die Gäste organisiert werden. Dass Geld bei der Feier keine Rolle spielt, wird schon bei den versandten Einladungen klar. Statt einfach eines Briefchens, verschicken die 28-Jährigen gleich eine ganze Box. Diese ist mit indischen Motiven und 3D-Ausstanzungen versehen. Zudem spielt sie beim Öffnen Musik ab.

Hier sieht man die wertvollen Einladungen. (Video: Instagram/viralbhayani)

Vier bis sechs Millionen Franken

Was aufwendig aussieht, soll auch einiges gekostet haben. Gemäss Nau schätzt eine hiesige Verpackungsfirma den Stückpreis der Einladungen auf 1000 bis 1500 Franken. Bei 850 Einladungen wären dies rund eine Million Franken.

Auch das Catering soll sich mindestens auf 1,5 Millionen Franken belaufen – ohne Extra-Wünsche. Gemäss internationalen Medien wird ein Grossteil der Gäste mit zwei exklusiv gecharterten Fliegern in die Schweiz gebracht und in diversen Fünfstern-Hotels in der Umgebung untergebracht. In der Wintersaison rechnet man hier mit rund 1000 Franken pro Nacht/Zimmer. Insgesamt sollen die Kosten der dreitägigen Sause bei vier bis sechs Millionen Franken liegen, wie indische Medien berichten. Bei der Platzmiete hat man hingegen gespart: Diese soll sich auf gerade mal «wenige hundert Franken» belaufen.

Stunk bei den Anwohnern

Doch nicht jeder ist über die Wahl des Veranstaltungsortes erfreut. Da die Wiese mit dem Festzelt an ein Wohngebiet grenzt, regte sich Unmut in der Nachbarschaft. So wurde vor allem die mangelnde Kommunikation der Behörden beanstandet, wie die «Südostschweiz» berichtet. Bei der Gemeinde gingen offenbar mehrere Mails von aufgebrachten Bürgern ein. Mit Geld könne man sich hier offenbar alles kaufen, hiess es etwa.

Gemeindepräsident Christian Jott Jenny lässt dies nicht gelten. Vielmehr verweist er darauf, dass genau solch exklusive Anlässe den Ort weiterbrächten. «Unsere Positionierung für St. Moritz lautet ‹extravagant›, also müssen wir auch extravagant sein», so der Gemeindepräsident.

(juu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pumpi am 19.02.2019 19:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur dekadent

    In Indien fristen 90 Mio Menschen ihr Dasein unter dem Existenzminimum in Slums ohne Wasser und Toiletten. Eine etwas bescheidenere Hochzeit und dafür Gratis Essen in den Slums. Das wäre sinnvoller, als 1 Mio aus dem Fenster werfen allein für die Einladungen. Ich hoffe das macht nicht Schule, dass Steinreiche Asiaten in die Schweiz kommen um zu heiraten. Brauchen wir nicht wirklich.

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  • Dédé am 19.02.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte

    Schande Schande! Wenn man bedenkt, dass in Indien eine hand-voll superreiche Leute über alles entscheiden! Die armen sind das Volk! Und noch immer diese Kasten! Dort sollte man auch mal "aufräumen " Schöner Abend noch.

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  • Tom am 19.02.2019 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade!

    800 gäste aus indien mit flugzeugen einfliegen. Klima ahoi -.-

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wunschtraum am 24.02.2019 21:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zirkus Nock verschenkt jeweils Karten

    Wenn der Zirkus auf der Wiese gastiert, erhalten die Anwohner Gratis-Tickets für die Vorstellung. Kommunikation, Entgegenkommen, Wertschätzung, Rücksicht, ... alles altmodisch? ... Bei dieser blickdichten Halle gibt es gar nichts ausser nächtlichen Generatoren-Lärm. Es tönt so: 10 Sek. Kompressor aufladen, 40 Sek. auspusten, 10 Sek. aufladen, ... und das die ganze Nacht während der Vorwoche...

  • Heidi Keller am 24.02.2019 17:27 Report Diesen Beitrag melden

    Das war wohl das erste und letzte Mal

    Ein schönes Paar sucht sich St.Moritz für seine Verlobung aus. Anstatt sich zu freuen, dass da die ganze Region profitiert und der Name in alle Welt getragen wird, spucken die ewigen Neider Gift und Galle. Ihre Familien sind reich und leisten sich diese Sause. Was gibt es da zu kritisieren. Und wer von euch würde Fremde zu seiner Verlobungsparty einladen? Hier wird aber verlangt, dass die Einheimischen dabei sein dürfen. Ist doch irgendwie crazy. Schade, dass die indischen Gäste dieses schlechte Bild unseres Landes mitnehmen und wohl in die ganze Welt hinaustragen. Andere Orte freuen sich!

  • Gunni Gönner am 21.02.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    nicht kleckern, klotzen!

    Was verwundert es die Leute? Auch die Anwohner sollten sich daran gewöhnen, dass im Engadin nicht gekleckert wird, wer klotzen kann, dem sei es gegönnt.

  • Hera Hermana am 21.02.2019 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Indische Poltertage

    Es wird ein grandioses pompöses Fest, wer sich daran stört, muss Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten für diese 3 Tage suchen. Das Fest ist durch und durch organisiert, Beschwerden nimmt der Präsi entgegen.

  • Solidaritäts Sanitäter am 21.02.2019 02:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verblendet von der Gier

    Einbildung ist die eine Sache Herzensbildung die andere.