St. Gallen

06. Juli 2008 22:27; Akt: 08.07.2008 12:53 Print

Riesenwelse im Bodensee: Eine Gefahr für Badende?

von Seraina Lutz/Annette Hirschberg - Im Bodensee wurde ein 120 Zentimeter grosser Wels gefangen. Solche Riesenfische haben auch schon schwimmende Hündchen verschluckt – oder Schwimmer gebissen.

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Sadik Lutisoski machte gros­se Augen, als neben ihm sein Schwiegervater Neuvzat Taj­roski einen riesigen Wels aus dem Bodensee zog. «Das Tier war 120 Zentimeter gross und 11 Kilo schwer», so Lutisoski. Der Wels, im Bodensee ursprünglich nicht heimisch, wird dort immer öfter angetroffen. Er ist einer der grössten Süsswasserfische und kann über drei Meter lang und 200 Kilo schwer werden. «So gross sind die im Bodensee nicht, bei Altenrhein gibt es etwa zwei Meter lange», sagt Tauchexperte Hans Gerber.

Dort fangen auch Angler den schmackhaften Fisch. «Kleinere Welse habe ich öfter im Netz und verkaufe sie an zwei Restaurants», sagt Berufsfischer Claudio Görtz aus Altenrhein. Dass der Riesenfisch nicht ganz ungefährlich ist, weiss Görtz auch. Es komme vor, dass der Fisch Enten oder im Wasser schwimmende kleine Hündchen verschlinge. Selten würden auch Menschen durch die Saugbisse des Fisches verletzt. Vom Bodensee ist Görtz kein Fall bekannt. Im Berliner Schlachtensee hingegen wurden dieses Jahr schon mehrere Badende von Welsen verletzt.

Einen noch grösseren Fang machte dieser Herr mit einem 2,5-Meter-Wels:

Quelle: YouTube