Martina GR

18. März 2019 14:27; Akt: 18.03.2019 16:30 Print

Niederschläge lösten gigantischen Felssturz aus

Die Strasse von Samnaun nach Martina in Graubünden ist für mehrere Wochen nicht mehr passierbar. Gigantische Felsmassen versperren den Weg.

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Infolge eines Felssturzes wurde am Samstag die Engadinerstrasse zwischen Martina GR und Ovella GR auf einer Länge von rund 20 Metern und bis zu 8 Meter hoch durch Felsmassen verschüttet. Gemäss Angaben des Kantons Graubünden auf seiner Internetseite ging der Felssturz vor 16 Uhr nieder. Einzelne Blöcke weisen ein Volumen von mehreren Hundert Kubikmetern auf. Wie die Kantonspolizei Graubünden berichtet, kamen keine Personen zu Schaden. Der in der Strasse befindliche Kabelblock mit unter anderem Fernmeldeleitungen wurde nach heutigem Kenntnisstand nicht oder nur leicht beschädigt. Die Strasse dürfte durch den Felssturz jedoch stark beschädigt worden sein.

Strasse mehrere Wochen gesperrt

Derzeit werden die notwendigen geologischen Abklärungen für die anstehenden Arbeiten durchgeführt. Nach ersten Erkenntnissen wurde der Felssturz durch die starken Niederschläge der letzten Tage sowie die derzeitigen Frost-Tau-Zyklen ausgelöst. Die Sicherung des Abrissgebiets sowie die Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten, für welche auch Sprengungen einzelner Felsblöcke notwendig sind, bedingen eine Sperrung des Strassenabschnitts für mehrere Wochen.


Verschiedene Bilder, die von Onlinemedien veröffentlicht wurden, zeigen, wie in der engen Schlucht mindestens ein haushoher Felsbrocken auf der Strasse liegt. Weitere Felsmassen kullerten demnach zudem in den Fluss Inn.

Die am Bau beteiligten Unternehmungen und das Tiefbauamt Graubünden bitten die Verkehrsteilnehmer um das nötige Verständnis für die Einschränkungen während der Bauarbeiten. Es besteht eine signalisierte Umfahrungsmöglichkeit über Nauders (A) und Pfunds (A).

(kat/chk/sda)