Freilassung gefordert

01. Dezember 2019 09:28; Akt: 01.12.2019 09:38 Print

Rom hebt Urteil zu Mafia-Zelle aus Frauenfeld auf

Zu 12 und 14 Jahren Gefängnis waren zwei Bosse der Frauenfelder Mafia-Zelle verurteilt worden. Das oberste Gericht Italiens gibt den Fall nun an die Vorinstanz zurück.

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«Erpressung, Kokain, Heroin»: Die heimliche Videoaufzeichnung der Polizei eines Treffens des Frauenfelder Ablegers der kalabrischen Mafiaorganisation 'Ndrangheta (August 2014). Bild: Keystone

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Das oberste Gericht Italiens hat das Urteil gegen zwei Bosse der Frauenfelder Mafia-Zelle aufgehoben. Gemäss dem Urteil des Kassationshofs in Rom muss sich nun die Vorinstanz noch einmal mit dem Fall befassen, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Die beiden Bosse der Schweizer Zelle waren bereits in erster Instanz zu hohen Haftstrafen verurteilt worden, die zweite erhöhte auf zwölf und 14 Jahre Gefängnis.

In ihrem Urteil verzichteten die Römer Richter auf jeden Aufschub und veranlassten die sofortige Freilassung der Männer. Laut deren Anwälten beurteilten die Richter alle vorgelegten Beweise für deren Mitgliedschaft in der Frauenfelder Mafia-Zelle als unzureichend. Die Anwälte hatten in ihrem Berufungsantrag von einer «stillen Mafia» gesprochen, einer Organisation, die keine einschüchternden oder erpresserischen Methoden anwende. Das neue Urteil könnte sich auch auf laufende Verfahren gegen weitere Mitglieder der Frauenfelder Zelle auswirken. Erst im Frühjahr wurden neun Mitglieder zu Haftstrafen zwischen zehn und 13 Jahren verurteilt.

(scl/sda)