Öffentlicher Verkehr

07. Dezember 2018 17:49; Akt: 07.12.2018 17:49 Print

SBB investiert eine Milliarde in der Ostschweiz

Die SBB will in der Ostschweiz bis 2030 über eine Milliarde Franken in Infrastruktur, Bahnhöfe und Areale in Bahnhofnähe investieren.

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Ein Ziel der Investitionen: Die Fahrzeit zwischen Zürich und St. Gallen auf unter eine Stunde zu verkürzen. Im Bild der neue SBB-Doppelstockzug «St.Gallen» bei der Taufe. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Vom Bahnausbau und der städtebaulichen Entwicklung sollen die Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Graubünden profitieren. Regierungsvertreter der vier Kantone und SBB-Chef Andreas Meyer unterzeichneten dazu am Freitag in St. Gallen eine «Gesamtperspektive».

Ziel sei es, das Angebot im Personen- und Güterverkehr auszubauen. Auch die Entwicklung der Areale rund um wichtige Bahnhöfe soll aufeinander abgestimmt werden.

St. Gallen–Zürich unter 60 Minuten

Insgesamt 22 Planungen will die SBB zusammen mit den Kantonen, Städten und Gemeinden angehen. Für St. Gallen sei das wichtigste ÖV-Ziel der nächsten Jahre, die Reisezeit zwischen St. Gallen und Zürich auf unter eine Stunde zu bringen, sagte der St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Bruno Damann.

Für den Kanton Graubünden sieht Regierungspräsident Mario Cavigelli grosses Potenzial im Ausbau der Verbindungen nach Zürich und St. Gallen. Graubünden werde künftig im Halbstundentakt an diese Wirtschaftsräume angebunden, erklärte Cavigelli.

Im Thurgau liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau des Fernverkehrs nach Kreuzlingen–Konstanz und nach Romanshorn. Schaffhausen soll gemäss Regierungsrat Martin Kessler von der Elektrifizierung der Hochrhein-Strecke und der Anbindung an Basel und St. Gallen profitieren.

In zweieinhalb Stunden in München

Die SBB versprach zusätzliche, direktere und schnellere Verbindungen im regionalen, nationalen und internationalen Verkehr. Pläne zur Bahnhof-Arealentwicklung gibt es in St. Gallen-St. Fiden, Rapperswil-Jona SG, Chur, Landquart GR, der Stadt Schaffhausen, Frauenfeld und Romanshorn TG.

Mit dem geplanten Bahnausbau soll die Ostschweiz näher an Zürich, Vorarlberg, Konstanz, Singen und die Zentren München und Stuttgart rücken. So können Reisende laut SBB-Chef Andreas Meyer ab 2021 in zweieinhalb Stunden von St. Gallen nach München fahren, «die notwendigen Ausbauten in Deutschland und Österreich vorausgesetzt».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SLE7EN am 07.12.2018 22:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wurde / wird auch zeit

    wurde / wird auch langsam mal Zeit in diese Ecke der Schweiz zu investieren und nicht immer nur in den grossräumen ZH BE und GE.

  • Don Höfi am 07.12.2018 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB investiert

    Wenns was bringt dann ist das doch ok. Sage ich als Autofahrer.

  • Captain Hindsight am 07.12.2018 18:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Wird auch Zeit. Endlich gehts Vorwärts mit der Ostschweiz. Einen Bundesrat, nach Jahren ohne und jetzt endlich Infrastruktur.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Zugfahrer am 08.12.2018 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Invensteirt in der Region, Basel , Region Olten, A

    Warum in der Ostschweiz und in der Romandie. Wie wäre es mit Basel und dem Mitelland ( Region Aargau ,Bern, Solothurn) , aber im Kanton Luzern sollte man auch viel mehr invenstieren, damit die Luzerner bessere Verbinfungen 1/2 Takt ohne umsteigen ins Tessin haben könnte.

  • Zahlender am 08.12.2018 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Adäquater Service

    Ich möchte einfach nur einen Sitzplatz, genügend saubere WC und dem Ticketpreis angemessenen Sevice zum Pendeln!

  • Claudia am 08.12.2018 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Höchste Zeit

    Was ist schon eine Milliarde gegenüber den zig Milliarden die im Bankenzürich investiert wurden.

  • Blubb am 08.12.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aktuell

    ist die schnellste Verbindung St.Gallen - Zürich 1 Stunde 2 Minuten. Sensationelle 3 Minuten schneller soll die Strecke also werden.

  • F. König am 08.12.2018 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SBB: Reparaturen nicht vergessen!

    Ständig viele SBB Störungen. Zugsausfälle. Ersatzzug auch defekt, Ausfall. Türen defekt, Reduzierte Fahrleistung, Klima defekt, WC defekt. Lift defekt. Zu wenig funktionierende WC. Seit Monaten im Rückstand mit Reparaturen. Zu wenig Personal. SBB Chef sollte nicht nur mit der rosaroten Brille grossartig ankündigen. Sondern auch die aktuellen Probleme, Mängel besser, rascher beheben. Wann verspricht da Andreas Meyer endlich Verbesserungen?