St. Gallen

17. November 2019 17:05; Akt: 17.11.2019 17:05 Print

St. Galler SVP scheitert erneut

Die Überraschung blieb aus: Die bisherigen St. Galler Ständeräte Benedikt Würth (CVP) und Paul Rechsteiner (SP) verteidigen ihre beiden Sitze.

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Für den St. Galler Noch-Regierungsrat Benedikt Würth war es ein
Start-Ziel-Sieg - der zweite hintereinander. Er setzte sich zuerst
im Mai in der Ersatzwahl für Bundesrätin Karin Keller-Sutter im
zweiten Wahlgang durch und schaffte nun auch in der Erneuerungswahl mit 77'893 Stimmen die Bestätigung.

Würth war der Kandidat, auf den sich viele einigen konnten: In
allen vier Wahlgängen innert neun Monaten erreichte der
CVP-Politiker stets die höchste Stimmenzahl. Am 20. Oktober
verfehlte er das absolute Mehr bloss um rund 500 Stimmen.

Dauernde Anspannung

Gab es vor dem 17. November trotzdem Zweifel? Bei zweiten
Wahlgängen sei die Konstellation immer neu, sagte Würth zu
Keystone-SDA. Er sei aber ruhig geblieben. Nun sei die
Erleichterung da: Es sei ein intensives Jahr gewesen, eine dauernde Anspannung – auch im Umfeld. Würth wird im Doppelmandat noch bis Ende Mai Finanzchef bleiben.

Für Paul Rechsteiner ist es der dritte Sieg in Folge, jeweils im
zweiten Wahlgang. Von der Parteienstärke her hätten SP und Grüne im Kanton St. Gallen keine Chance, einen Sitz zu holen, sagte Rechsteiner und stellte fest: «Es war wieder eine Kampfwahl.»

Eine Bewegung für Rechsteiner

Auch dieses Mal habe es zum Erfolg «eine grosse Bewegung»
gebraucht. Im Unterschied zu vorher sei sie anders zusammengesetzt gewesen: «Dabei waren viele Junge», das habe etwa auf Social Media eine grosse Rolle gespielt. Bei den Wahlveranstaltungen in den Regionen habe es sich gezeigt, dass die Themen Renten und Krankenkassenprämien bei den Leuten viel präsenter seien, als es in den Medien den Anschein habe. «Dafür war ich der richtige Kandidat», so Rechsteiner.

Roland Rino Büchel (SVP) lag im ersten Wahlgang rund 18'000 Stimmen hinter Paul Rechsteiner, im entscheidenden zweiten Wahlgang waren es knapp 17'000 Stimmen. Für ihn sei dies ein hervorragendes Resultat, sagte Büchel. Daran geglaubt, dass er den Sitz schaffen werde, habe er eher nicht: «Ich bin Realist», sagte er. Vorgesorgt habe er trotzdem: Weil er angekündigt habe, dass er mit dem Velo nach Bern fahre, falls er gewinne, habe er es sicherheitshalber mitgenommen.

Am Rande der Wahl bestätigte Büchel, dass er sich in Bern nicht für das Präsidium des Nationalrats bewerben werde. «Dieser Entscheid stehe für mich fest», sagte er.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Driver_zh am 17.11.2019 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Grüner Bundesrat?

    Von der grünen Schlappe wird nicht berichtet? Vorallem die Rytz ist grandios auf dem Boden der Realität gelandet!

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  • RS am 17.11.2019 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sesselkleber

    Den Sesselkleber haben leider die St.,Galler wieder gewählt, um in zwei Jahren zurückzutreten ,

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  • Erich am 17.11.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    brauchen

    Den brauchts ? Rechsteiner? Beim ersten mal hat er plädiert er setzte sich für Arbeitnehmer ein, nichts ist passiert, beim zweiten mal er setzte sich für faire Mieten ein, nix ist passiert. Da wird auch dieses Mal nichts passieren. Aber das ist ja bei allen Politikern so.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Parteiunabhängige... am 18.11.2019 22:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahl von Rechsteiner ist Rückschritt

    Für die Schweiz, insbesondere für die Ostschweiz ist die Wahl von Paul Rechsteiner ein Rückschritt.

  • Emin M. am 18.11.2019 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total Schade!

    Denn ich sehe die einzige Möglichkeit, dass die SVP die Schweiz retten kann, da das Land noch nie so schlecht geht, als heute!

  • Andreas Schlegel am 18.11.2019 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Regierungsrat und Spital

    Gratuliere Ihnen Herr Würth. So Herr Würth jetzt können Sie am ende als Regierungstat noch einen gute Tat tun. Spital Problem beenden. Die Spitalverwaltung in die Schranken weissen. So das. nicht Leute mit einer Kolik Stundenlang im Notfall warten müssen, um 2 Uhr wieder nach Hause geschickt werden. Keine Better. Sparen könnte mann wenn man den Wasserkopf mit hohen Löhnen reduziert. Für diesen müssen Schwestern, Doktoren usw. stundenlang Daten zusammen suchen um schöne Balken an Sitzungen zu zeigen. Oder einen direkten Bus von Bahnhof zum Spital, so das auch altere Leute in finden!

  • Kein SP Wähler, aber steht zu fairness am 18.11.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte an SP Verantwortliche

    Nächste Wahlen bitte keine Bilder mit Herrn Rechsteiner von der Seite. Zuviele Ähnlichkeiten mit Porträts auf Briefmarken der 40-er Jahre. Die hat der Kandidat nicht verdient.

  • Urrs am 18.11.2019 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache nicht Grün

    Um die Grüne Wahlschlappe in BE und ZH ist es ziemlich ruhig in den Medien. Klar wo deren Fokus liegt.

    • Nachdenkender am 18.11.2019 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Urrs

      Was hat die St. GALLER SR Wahl mit BE oder ZH zu tun?

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